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Umsiedler in der DDR

11. Juli 1956
Bericht über die ehemaligen Umsiedler in der DDR [Information Nr. M132/56]

I. Stimmung unter den Umsiedlern

a) Zu politischen Fragen

Die Stimmung der Umsiedler zu politischen Fragen unterscheidet sich kaum von denen der übrigen Bevölkerung. Dabei ist zu bemerken, dass im Allgemeinen wenig über politische Fragen diskutiert wird. Bei den wenigen politischen Gesprächen ist aber festzustellen, dass die Mehrheit der Umsiedler der Politik der Regierung und Partei in der DDR positiv gegenübersteht; dies trifft vor allem bei den Umsiedlern, die in der Industrie beschäftigt sind, zu und bei denen, die demokratischen Organisationen bzw. Parteien beigetreten sind.

Auch über die Oder-Neiße-Friedensgrenze wird nicht mehr in dem Umfang diskutiert als noch im vergangenen Jahr, sondern man spricht nur noch vereinzelt darüber. Hierzu einige charakteristischen Beispiele für die Umsiedler, die in der Industrie beschäftigt sind: Der Arbeiter [Name 1] (parteilos) aus dem Reparaturwerk Wünsdorf, [Kreis] Zossen, [Bezirk] Potsdam, meinte: »Schlesien ist unsere Heimat, dass wir jedoch nicht mehr zurückkommen leuchtet mir vollkommen ein, denn die Oder-Neiße-Grenze 1945 musste geschaffen werden, um den Frieden zu erhalten.« Der BGL-Vorsitzende der Konsumgenossenschaft Leipzig-Stadt [Name 2], äußerte: »Meine Familie habe ich erst 1949 in Nerchau bei Leipzig wiedergefunden und denke auch heute noch oft an meine Heimat Breslau. Aber ich erkenne die Oder-Neiße-Friedensgrenze voll an, denn ich weiß, dass meine ehemalige Heimat in den Händen der polnischen Arbeiterschaft ist. Das ist mir tausendmal lieber als die Herrschaft der früheren Großgrundbesitzer und Kapitalisten. Außerdem fühle ich mich in Leipzig sehr wohl«.

Auch unter den werktätigen Bauern (ehemalige Umsiedler) wird vorwiegend positiv diskutiert. Dazu folgende charakteristische Beispiele die noch beliebig ergänzt werden könnten. Der werktätige Bauer [Name 3] (Mitglied der DBD) Hirschfelde,1 [Kreis] Malchin, [Bezirk] Neubrandenburg: »Der Arbeiter- und Bauernstaat hat uns Boden gegeben, damit wir uns wieder eine Existenz aufbauen können. Wir haben darum die Aufgabe, alles zu tun, um den Arbeiter- und Bauernstaat zu festigen. Ich werde ebenfalls die pflanzliche und tierische Produktion erhöhen.« Der werktätige Bauer [Name 4] (parteilos) aus Grammentin, [Kreis] Malchin, [Bezirk] Neubrandenburg, sagte: »Ich lebe jetzt mindestens so gut, wie vor 1945 in meiner ehemaligen Heimat. Ich habe absolut kein Interesse mehr, in meine Heimat zurückzukehren«.

Neben den positiv eingestellten ehemaligen Umsiedlern gibt es auch solche – besonders ältere – die mit der Entwicklung in der DDR nicht einverstanden sind und vereinzelt wird auch noch in negativer Form über die Oder-Neiße-Friedensgrenze diskutiert, wobei man dies in Verbindung mit der Saarfrage bringt,2 oder äußert, dass die Freundschaft zwischen SU, Polen und der DDR nicht echt sei, da man sonst »die Oder-Neiße-Grenze revidieren« würde, was der ehemalige Umsiedler [Name 5] aus Steinbach, [Kreis] Borna, zum Ausdruck brachte. Betont werden muss aber, dass es sich bei den negativen Diskussionen um Einzelbeispiele handelt.

Häufiger wird jedoch unter den ehemaligen Umsiedlern über die Besuchsmöglichkeiten ihrer Angehörigen in Volkspolen und der ČSR und umgekehrt gesprochen und geäußert, dass diese erweitert werden müssten. Dies ist oftmals Anlass bzw. Ursache negativer bzw. unzufriedener Stimmung. So diskutierten z. B. im VEB Pumpen- und Gebläsewerk Leipzig die dort beschäftigten ehemaligen Umsiedler, dass den Eltern einer Umsiedlerin, die schwer krank war und späterhin starb, die Einreise in die DDR nicht genehmigt wurde. Dazu erklärte der Abdrücker [Name 6]: »Das nennt sich nun Deutsch-Polnische Freundschaft, wenn die Eltern nicht einmal ihre sterbende Tochter besuchen können.« Die Umsiedlerin [Name 7], beschäftigt als Lehrerin an der Grundschule Bad Lausick,3 [Kreis] Geithain, [Bezirk] Leipzig, sagte: »Von Westdeutschland aus kann man zu jeder Zeit ohne Pass nach Österreich, Holland, Dänemark sowie nach Italien fahren, warum kann man das nicht von hier aus? Ich habe eine Schwester in Wien, aber von hier aus besteht keine Möglichkeit, sie einmal zu besuchen«.

Die negativen und feindlichen Diskussionen sind meistens auf Beeinflussung der Westsender und Besuch der Verwandten aus Westdeutschland zurückzuführen. Dazu Folgendes: In einer Unterhaltung mit der Genossin [Name 8], ehemalige Umsiedlerin, Angestellte beim Rat des Kreises Geithain, [Bezirk] Leipzig, brachte diese zum Ausdruck, dass kürzlich in Syhra, [Kreis] Geithain, die Umsiedlerin [Vorname Name 9] weilte, welche vor einigen Jahren illegal nach Westdeutschland ging. Sie beeinflusste besonders die Umsiedler in Syhra mit ihrer Westpropaganda, indem sie sagte, dass sie als Umsiedlerin in Westdeutschland bedeutend besser leben und mehr schaffen könne als hier. Sie sagte, dass in Westdeutschland alle Umsiedler ihr früheres Spargeld erhalten würden.4

b) Einfluss der Kirche auf die ehemaligen Umsiedler

Die Kirche – besonders die katholische – versucht in verstärktem Maße die ehemaligen Umsiedler an sich heranzuziehen. Vor allem beeinflussen die Pfarrer in den Predigten die ehemaligen Umsiedler, indem sie über diese Gebiete sprechen und sie immer wieder darauf hinweisen, was sie verloren haben. Die Kirche hat mit ihrer Beeinflussung vor allem ältere Menschen für sich gewonnen, so werden auch öfters Heimabende bzw. Umsiedlertreffen organisiert, mit dem Ziel, bei den Menschen den Wunsch wachzuhalten in ihre ehemalige Heimat zurückzukehren.

  • So wurde z. B. in der Gemeinde Roitzsch, [Kreis] Bitterfeld, [Bezirk] Halle, bekannt, dass dort eine Konzentration von ehemaligen Umsiedlern besteht (ČSR) die unter dem Deckmantel der Kirche ihre Heimatfeste durchführen.

  • Vor längerer Zeit fand in Markkleeberg, [Kreis] Leipzig[-Land], ein Umsiedlertreffen statt, wobei die Einladungen dazu schriftlich an alle Besucher eines Gottesdienstes in der kath. Kirche in der Nähe der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig verteilt wurden. Der Organisator dieses Treffens konnte namentlich nicht festgestellt werden.

  • In der Gemeinde Gützkow, [Kreis] Greifswald, [Bezirk] Rostock, ist ein großer Teil von Umsiedlern aus der ČSR konzentriert. Diese beteiligen sich nicht am gesellschaftlichen Leben, sondern ihr ganzes Wirken besteht innerhalb der kath. Kirche.

  • Ähnlich ist es in Neugramsdorf, Zingst und Prerow, [Kreis] Ribnitz[-Damgarten], [Bezirk] Rostock. Dazu ist noch bemerkenswert, dass in Zingst und Prerow die ehemaligen Umsiedler in alt-traditioneller Aufmachung (z. B. Frauen mit langen Kopftüchern usw.) zur Kirche gehen.

  • In Tessin, [Kreis] Rostock[-Land], bestehen zwei Sekten (Neuapostolische Gemeinde5 und Freidenkende Gemeinde). Diese umfassen fast nur Umsiedler und führen regelmäßig Zusammenkünfte durch. Ziel und Zweck dieser Zusammenkünfte sind noch nicht bekannt.

  • In der Gemeinde Groß Schwaß,6 [Kreis] Rostock[-Land], bestehen ebenfalls 2 Sekten (Adventisten7 und Baptisten).8 Die Teilnahme der ehemaligen Umsiedler sowie der übrigen Bevölkerung ist sehr stark, was sich so auswirkt, dass eine politische Arbeit der demokratischen Massenorganisationen in dieser Gemeinde bis jetzt noch nicht möglich war.

  • In der Gemeinde Blankenhagen, [Kreis] Rostock[-Land], gehören ebenfalls die meisten Umsiedler einer Sekte an. Dort werden Jugendstunden durchgeführt, an denen ausschließlich Umsiedler teilnehmen.

  • Unter den Umsiedlern der Gemeinde Hohenmocker, [Bezirk] Neubrandenburg, [Kreis] Demmin, spielt die Kirche eine besondere Rolle. Diese befasst sich in der Hauptsache mit den Jugendlichen, um diese für sich zu gewinnen. In Hohenmocker sowie auch in Törpin bestehen starke Gruppen der Jungen Gemeinde, die zum größten Teil aus Umsiedlern besteht.

c) Stimmung zur Wohnungsfrage

Anlass zu Verärgerungen geben noch häufig die Wohnungsverhältnisse der Umsiedler. Häufig fühlen sich die ehemaligen Umsiedler gegenüber der anderen Bevölkerung benachteiligt – vereinzelt berechtigt – zum anderen haben sie teilweise kein Verständnis für die tatsächlich noch vorhandene Wohnungsnot. Schlechte Wohnverhältnisse für Umsiedler, z. T. aber auch für die übrige Bevölkerung wurden uns aus den Kreisen Pritzwalk, Neuruppin und aus den Gemeinden Blumenow und Alt-Thymen, [Kreis] Gransee, [Bezirk] Potsdam, gemeldet. Da sich viele Umsiedler aus diesen Gegenden schon jahrelang bemühen, eine gute Wohnung zu bekommen, sind diese unzufrieden. Von den Umsiedlern wird immer wieder erklärt, »wenn wir zu Hause wären, hätten wir Wohnraum«.

  • In der Gemeinde Pötzschau, [Kreis] Borna, welche am 17.6.1953 Schwerpunkt war, konnte festgestellt werden, dass der Bürgermeister dieser Gemeinde sehr krasse Unterschiede zwischen Einheimischen und Umsiedlern macht und sich dann noch über die Unzufriedenheit der Umsiedler wundert. So wurde die Umsiedlerin [Name 10] aus ihrer Wohnung herausgenommen und der erzreaktionäre Pfarrer dieser Gemeinde bekam deren Wohnung. Darüber war die ehemalige Umsiedlerin sehr verärgert und äußerte, dass sie lieber heute als morgen nach Ostpreußen zurück möchte.

  • Die ehemalige Umsiedlerin [Name 11], beschäftigt im VEB Elektro-Stahlgusswerk Leipzig als Küchenfrau, ist sehr verärgert, dass ihr bis jetzt noch keine größere Wohnung zugewiesen wurde. Sie lebt seit drei Jahren mit vier erwachsenen Personen in zwei Zimmern.

  • In der Gemeinde Gager, [Kreis] Rügen, leben 120 Umsiedler aus Schlesien und der ČSR in Baracken. Diese Baracken entsprechen bei Weitem nicht den Bedürfnissen dieser Menschen. Ein großer Teil von diesen 120 Personen ist stark religiös (vorwiegend gehören sie der Neuapostolischen Gemeinde an).

II. Konzentrationen und Schwerpunkte von negativen Erscheinungen unter den Umsiedlern

Im Bezirk Frankfurt/O. ist der Kreis Seelow mit den Gemeinden Manschnow9 und Kietz Schwerpunkt. Aus diesen Gemeinden fahren öfters ehemalige Umsiedler zu den angesetzten »Umsiedlertreffen« nach Westberlin. In Manchow trugen ehemalige Umsiedler die Plakate von dem durchgeführten »Heimattreffen« der ehemaligen Küstriner in Westberlin.

In der Gemeinde Nemt, [Kreis] Wurzen, [Bezirk] Leipzig, wurde festgestellt, dass die dortigen Umsiedler speziell aus dem früheren Sudetenland einen Heimatkreis gebildet haben. In diesen Zusammenkünften des Heimatkreises werden sogenannte Heimatbriefe verlesen und diskutiert. Die Mitglieder dieses Heimatkreises, die im gesamten MTS-Bereich verstreut wohnen, werben ständig neue Teilnehmer für ihre Zusammenkünfte. Bis jetzt konnte noch nicht ermittelt werden, wo diese Zusammenkünfte stattfinden und wie stark dieser Teilnehmerkreis ist.

Am 10.6.1956 fand in Groß Leuthen, Kreis Lübben, in einer Gaststätte, unter der Tarnung eines Spreewaldausfluges ein sogenanntes Heimattreffen der Schlesier statt. Aus der Gegend von Neuruppin kam ein Omnibus mit ungefähr 35 Personen. Organisiert wurde dieses Treffen von einigen Kollegen des Carmolwerkes Gröditsch und werktätigen Einzelbauern und Gemeindevertretern von Groß-Leuthen. Es konnte festgestellt werden, dass im Laufe des Nachmittags 100 Personen in Groß-Leuthen eintrafen und sinngemäß so diskutierten: »Es ist hier alles Dreck, in Schlesien war es besser. Hier ist so schlechter Boden und noch anderes mehr«. Wie bereits angeführt fand dieses Treffen unter dem Deckmantel eines Spreewaldausfluges statt, wo nach dem Mittagessen die Reise fortgesetzt werden sollte. In Wirklichkeit war dieser Personenkreis jedoch bis 22.00 Uhr in Groß-Leuthen versammelt.

Besonders in Wernshausen, [Kreis] Schmalkalden, [Bezirk] Cottbus,10 hat es der katholische Pfarrer verstanden, die Umsiedler auf seine Seite zu ziehen. Der Pfarrer ging dabei folgendermaßen vor: Er nutzte die schlechte wirtschaftliche Lage in der Zeit nach 1945 aus und besorgte für seine Gläubigen Mangelware, wie Bettfedern, Bettwäsche, Nahrungsmittel usw. Woher er diese Sachen erhielt war nicht festzustellen. Diese Begünstigungen führten dazu, dass der kath. Pfarrer alle Gläubigen fest in seinen Händen hat und diese keine gesellschaftliche Arbeit leisten lässt. Zusammenkünfte konnten nicht festgestellt werden, jedoch führt der Pfarrer laufend Hausbesuche durch.

III. Tätigkeit der Umsiedlerverbände und Landsmannschaften

1.) Struktur der Landsmannschaften

Die Gründung des »Berliner Landesverbandes der Heimatvertriebenen« erfolgte am 14.10.1949. Vorher fanden lediglich Zusammenkünfte in Wohnungen oder auch Lokalen von Umsiedlergruppen aus gleichen Herkunftsgebieten statt, ohne dass eine zentrale Organisation existierte. Der Sitz des Landesverbandes ist das sogenannte »Haus der Ostdeutschen Heimat« Berlin-Charlottenburg, Kaiserdamm 83.

Die Zentralisation der Umsiedlerverbände ist am weitesten in Westberlin vorangeschritten. Im »Berliner Landesverband der Heimatvertriebenen«, Berlin-Charlottenburg, Kaiserdamm 83, sind sämtliche landsmannschaftlichen Gruppierungen, die Jugendorganisationen und weitere Berufsvereinigungen zusammengeschlossen. Bisher war der »Berliner Landesverband« den beiden Dachorganisationen »Bund Vertriebener Deutsche«11 und »Verband Deutscher Landsmannschaften«12 in Westdeutschland angeschlossen und hielt auch zu beiden Verbänden die Verbindung. Am 29.2.1956 beschlossen die Delegierten des »Berliner Landesverbandes der Heimatvertriebenen« aus dem »Bund Vertriebener Deutscher« auszutreten, um nur noch dem »Verband Deutscher Landsmannschaften« anzugehören. Die Delegierten begründeten ihren Beschluss damit, dass sie die Geschlossenheit zwischen den Berliner Landesgruppen und den Mutterlandsmannschaften in der Bundesrepublik festigen wollen, um dadurch einen persönlichen Beitrag zur Einheit der Vertriebenen zu leisten.

Weiterhin wurde uns berichtet, dass das »Haus der Ostdeutschen Heimat« (Zentrale der Landesmannschaften) Vermittlerdienste an die jeweiligen ausländischen Geheimdienste betreibt. In zwei Fällen ist konkret bekannt geworden, dass die Umsiedler, die regelmäßig an Treffen teilnehmen, dann dem amerikanischen Geheimdienst vermittelt wurden, um Spionage in den Ostgebieten zu betreiben.

2.) Situation im Verband der Landsmannschaften und im »Bund Vertriebener Deutscher«

(Diesen Abschnitt bitten wir streng vertraulich zu behandeln)

Durch eine inoffizielle Quelle wurde uns Folgendes über die Besprechung am 21. bis 24.3.1956 in Hamburg, wo das Thema die »Gesamterhebung der Heimatvertriebenen« war, bekannt: Die Besprechung am 21.3.1956 hatte ausschließlich die Verhältnisse innerhalb der beiden großen Vertriebenenverbände des VdL und des BVD zum Inhalt.

Guillaume13 begrüßte die Entscheidung des Berliner Landesverbandes, aus dem BVD auszutreten, um sich dem Verband der Landsmannschaften anzuschließen. Das sei das Signal für den Landesverband Hamburg, in der nächsten Delegiertentagung den gleichen Schritt zu tun. Damit würde Kather14 bzw. der BVD noch einen weiteren Landesverband verlieren, denn seit Jahren stehe ja der Landesverband Hamburg dem BVD oppositionell gegenüber. Der Landesverband Hamburg, dem Dr. Kather vor Jahren als Vorsitzender angehörte, hatte sich ja bereits einmal aus dem Verband des BVD gelöst und gegen den BVD geklagt. Dr. Kather als Vorsitzender abgesetzt und seitdem eine landsmannschaftlich ausgerichtete Arbeit getätigt. [sic!] Die verbandspolitischen Verhältnisse in Hamburg sind ähnlich wie in Berlin. Es bestehen tatsächlich nur ausschließlich Landsmannschaften, die in ihrer Spitze als Dachverband zusammengeschlossen sind und als Dachverband von den Behörden des Hamburger Senats als Interessenverband anerkannt wurden.

Guillaume ist der Auffassung, dass es Kather kaum gelingen wird, in Berlin und in Hamburg einen neuen Landesverband auf der satzungsmäßigen Ebene des BVD zu gründen, wenn auch noch einige Tausend Heimatvertriebene nicht organisiert sind, denn ebenso oppositionell wie man gegen die bisherige einseitige parteipolitische Leitung der Landesverbände (CDU) eingestellt ist, ist man auch gegen Dr. Kather persönlich eingestellt. Im Übrigen werde der Verband der Landsmannschaften jetzt mehr als bisher außer der rein kulturellen Arbeit sich mit der politischen Interessenvertretung der Vertriebenen durch die Landsmannschaften beschäftigen.

Guillaume sagte und sah ein, dass dies ein sehr schweres und dem VdL nicht geläufiges Arbeitsgebiet sei, denn die Landsmannschaften hätten eben bisher acht Jahre andere Aufgaben gehabt und müssten sich mit dem neuen Aufgabenkreis erst versuchen vertraut zu machen. Eine Gefahr besteht in der Zersplitterung der Landsmannschaften in immer kleinere Grüppchen, denn nachdem die Hauptkampfziele, die sogenannte Nahziele der Vertriebenen (das Vertriebenengesetz,15 das Lastenausgleichsgesetz16 und die Eingliederung etc.) fast erreicht sind bzw. diese durch bestehende Gesetze nicht mehr als Kampfziele anzusehen sind, ist das Interesse der Vertriebenen an einer geschlossenen Organisation geringer geworden. Es muss den Vertriebenen immer wieder vorgehalten werden, dass die Erreichung des bisherigen nur eine Vorstufe von dem ist, was überhaupt erreicht werden soll, nämlich die wirkliche Gleichstellung der Heimatvertriebenen mit den Einheimischen auch auf der untersten Ebene der staatlichen Verwaltung und nicht nur vor dem Bundesgericht. Es sei doch eine nicht umzustoßende Tatsache, dass die Eingliederung der Heimatvertriebenen in die westdeutsche Wirtschaft und damit die Voraussetzungen für eine sichere und den persönlichen Bedürfnissen angemessene Existenz noch lange nicht erreicht sei und nur wenige Heimatvertriebene wieder in den Positionen sind, in denen sie vor 15 Jahren waren.

Aber nicht vergessen dürfe man, dass Millionen noch keinen ausreichenden Arbeitsplatz haben und deren Existenz einfach infrage gestellt sei. Dazu käme die Unterbringung in menschenwürdigem Wohnraum. Es sei ein Skandal, wie die Heimatvertriebenen, die seit 1945 in Westdeutschland leben, wohnungsmäßig untergebracht sind. Nur etwa 28 % hätten bisher einen eigenen Wohnraum erhalten und es gäbe noch viele Dinge, die zu tun wären, um die Durchführung erlassener Gesetze, die irgendwelche Vergünstigungen für die Vertriebenen zur Grundlage hätten, zu realisieren. Der BVD mit seinen Bundestagsabgeordneten habe sich wohl tapfer geschlagen, soweit es die Gesetzgebung selbst angeht, aber um die Durchführung etc. hatte man sich nicht gekümmert. Während die Arbeit des BVD sich fast ausschließlich in Bonn selbst abspielt, müssten die Verbände doch nach unten wirken, dort, wo sich die in Bonn beschlossenen Gesetze auswirken.

Guillaume ist sich darüber klar, dass die Durchführung dieser Aufgabe eine unerhörte Umorganisation und Neuausrichtung der Verbandsorganisation erfordert und dass noch viele Postenkämpfe ausgetragen werden müssen, um dann einmal an die wirkliche Arbeit herangehen zu können. Dazu gehört auch, dass die Ministerien, die ja letztlich die Etatgelder zur Verfügung stellen müssen, um das Arbeiten der Landsmannschaften zu ermöglichen, sich nicht übernehmen, sondern man soll vielmehr die Wünsche der Vertriebenen bei der Verausgabung der Gelder berücksichtigen. Das bedingt für die VdL selbst, dass eine wirklich politische Arbeit geleistet wird. In der Führung des VdL selbst ist man überrascht, wie sich plötzlich die Machtverhältnisse verschoben haben, dadurch, dass es der Berliner Opposition gelungen ist, den Kather-Verband17 zu entnerven und weiß, dass man den nun zu erfüllenden Aufgaben noch nicht gewachsen ist. Aus dem Konkurrenzkampf der beiden Dachverbände erwächst jetzt ein Kampf um die Selbstbehauptung und die Existenzfähigkeit oder die Zersplitterung. Der BVD wird alles daransetzen, verlorenen Boden wieder zu gewinnen, der VdL muss alles tun, um die Menschen, die sich ihm anvertrauen (ohne zu wissen, was gespielt wurde) zu führen und nicht zu enttäuschen. Man muss nun einmal »das Ohr an das Volk legen«.

Neue Arbeitsmethoden des Verbandes der Landsmannschaften

»1. Teil der Aktion«

In der Besprechung in Hamburg erhielt der Beauftragte des VdL, Guillaume, den Auftrag, bei der »Gesamterhebung der Heimatvertriebenen« die Soll-Zahlen festzustellen. Dies soll folgendermaßen vonstatten gehen: Es werden von allen Orten der ehemaligen ostdeutschen Gebiete Listen angelegt, die einmal die statistischen Sollzahlen enthalten, zum andern nach Straßen aufgeteilt, die Namen der Einwohner am Stichtagen anführen. Vermerkt werden, soweit dies aus den Heimortskarteien feststellbar ist, der jetzige Wohnort der Personen. Über die fehlenden Personen wird eine Befragungsaktion ähnlich der des »Deutschen Roten Kreuzes« durchgeführt.18 Die Ortsgruppen der Heimatkreise in der Bundesrepublik werden nach den noch nicht festgestellten Personen angesprochen. Alle Feststellungen werden zentral erfasst und in die Listen eingetragen. Dadurch werden voraussichtlich, nach bisherigen Testversuchen in der Landsmannschaft Ostpreußen, 60 % der fehlenden Anschriften etc. ermittelt.19 In Zusammenarbeit mit den Ermittlungsstellen des DRK werden vermisste Personen erfasst, soweit dies aus den Unterlagen des DRK ersichtlich ist. Meist wird sich noch ein Rest nicht feststellbarer Personen ergeben, die: a) eventuell Wohnsitz in der DDR haben, b) endgültig als vermisst oder unbekannt verstorben [sic!] angesehen sind.

In diesem Zusammenhang der Feststellungen durch die Heimatgruppen in der Bundesrepublik ist auch vorgesehen, Erlebnisberichte zu sammeln, angefangen von Einzelschicksalen bis zur Verfolgung der Schicksale von Gemeinschaftstrecks, die während der Kriegsereignisse die Heimat verlassen haben und irgendwo geschlossen angesiedelt worden sind. Man weiß z. B., dass geschlossene Trecks aus Ostpreußen nirgends angekommen und sesshaft geworden sind, dass ganze, geschlossen auf Treck gegangene Ortschaften (meist kleinere bis 150 und 200 Personen) spurlos verschwunden sind. Abgesehen von den Hunderttausenden von Vertriebenen, die bei den Luftangriffen auf Dresden ums Leben kamen und deren Zahlen nicht einmal feststellbar sind, sind noch andere geschlossene Trecks ebenfalls unauffindbar. Aus der Auswertung dieser Unterlagen über die Sollerfassung ist einmal zu ersehen, welche materiellen Verluste durch die Vertreibung entstanden sind, und zum andern, welche menschlichen Verluste durch die Kriegsereignisse eingetreten sind. Es genügt weder den Landsmannschaften, noch der Bundesregierung zu wissen, dass vor den Kriegsereignissen in den ehemaligen deutschen Gebieten z. B. 12 Millionen Menschen gelebt haben, jetzt davon 5 Millionen in der Bundesrepublik sind und also 7 Millionen weg sind oder in der DDR leben.

In Teil 2) der Aktion der Gesamterhebung ist das Gebiet der DDR eingeschlossen. Hier ist eine Befragung durch die Heimatgruppen fast unmöglich, da eben in der DDR keine Landsmannschaften organisiert sind und eine Feststellung auf diesem Wege unmöglich ist. Hier müssten insbesondere die Landsmannschaften in Berlin eingeschaltet werden, denn aus den Veröffentlichungen, die von Zeit zu Zeit irgendwie in der DDR erscheinen, leben in den sowjetdeutsch verwalteten Gebieten ca. 520 Millionen Heimatvertriebene. Wenn auch ein sehr geringer Prozentsatz durch die monatlich in Westberlin stattfindenden Heimattreffen erfasst sind, so soll doch nunmehr versucht werden, ohne die Vertrauenspersonen einer Gefahr durch die Sicherheitsbehörden auszusetzen, die in der DDR lebenden Heimatvertriebenen zu erfassen und zwar auf der Grundlage zur Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe.

Man ist also auf Vertrauenspersonen in allen Orten angewiesen und gezwungen dieses V-Mann-Netz zu erweitern und für diese Aufgabe zu schulen und auszurichten. Den Ostpreußen ist es in jahrelanger Arbeit geglückt, ein sehr umfangreiches Material aus der DDR zu erhalten. Anders sieht es bei den anderen Landsmannschaften aus. Hier ist der Fall der, dass insbesondere die Berliner Landsmannschaften sich bisher einer Feststellungsarbeit [gegenüber] ablehnend gezeigt haben, um oben keinen der zu den Treffen nach Westberlin kommenden Landsleute durch Befragen zu gefährden. Einige Heimatkreis-V-Leute haben von sich aus für ihren Heimatkreis Feststellungen getroffen, die aber unvollständig und für eine Auswertung praktisch wertlos sind, denn daraus geht meist nur hervor, dass Lieschen Müller in Halle wohnt und vorher in Breslau, aber nicht, was aus dem Nachbarn in Breslau geworden ist oder wo der jetzt eventuell in der DDR wohnt. Außerdem ist die Erfassung in Berlin meist nur auf Mitglieder beschränkt, während es die Aufgabe des VdL ist, über den Mitgliederkreis der Verbände hinaus eine Erfassung durchzuführen. Von den Landsmannschaften insbesondere in Berlin wurde gefordert, eine Meldung von V-Leuten einzureichen, mit denen die Landsmannschaft ständig in Verbindung steht, die dann für die Aufgaben der Erfassung der Vertriebenen in der DDR geschult werden können. Einige dieser Listen sind sehr unkonkret, denn da sind z. B. Namen von Heimatvertriebenen aufgeführt, die sich bereits seit Monaten – einige seit einem oder zwei Jahren – in Westdeutschland befinden.

Bei der Wiedervereinigung der beiden deutschen Gebiete soll durch ein bis dahin geschaffenes V-Leute-Netz der Landsmannschaften erreicht sein, dass am Tage X21 in allen Orten und Kreisen der DDR landsmannschaftliche Organisationen vorhanden sind, die sofort die Durchführung von in der Bundesrepublik bestehenden Gesetzen für die Vertriebenen beginnen. Das heißt, es wird versucht werden, eine illegale landsmannschaftliche Organisation in der DDR zu schaffen, die ständigen Kontakt mit Westberlin und Westdeutschland hat. Dass über diese Kanäle die Politik des gesamtdeutschen Ministeriums nach der DDR getragen wird, wird als eine Tatsache angesehen, denn das gesamtdeutsche Ministerium soll letztlich der finanzielle Träger der Aktion werden und wird dabei nicht vergessen, entsprechende Auflagen zu erteilen. Die Landsmannschaften – insbesondere in Berlin – haben ureigenste Aufgaben und Interessen, die eine saubere korrekte Durchführung dieser auf Jahre sich erstreckenden Organisationen unmöglich machen. Man will sich also neuer Mittel bedienen und praktisch für diese Aktion einen neuen Apparat schaffen, der seine wesentlichsten Kontakte in Westdeutschland hat, weil ja auch hier die Auswertung vorgenommen wird und der Hauptteil der Vertriebenen in Westdeutschland lebt und die Karteien der Heimatorte ebenfalls in Westdeutschland sind. Es sollen Befragungsstellen in den Flüchtlingslagern eingerichtet werden, denn immer noch sind ca. 25 bis 30 % der DDR-Flüchtlinge Heimatvertriebene. Berlin soll nur als Vermittler angesprochen werden, wenn es eben unumgänglich notwendig ist und damit die Aufgaben und Arbeiten der Landsmannschaften in Berlin nicht gestört werden.

3.) Feindtätigkeit

Feindtätigkeiten von Umsiedlern wurden nicht bekannt. Es wurde lediglich ein Verdacht der Abwerbung gemeldet und zwar aus dem VEB Volltuch in Luckenwalde. Hier wurden in der letzten Zeit vier Umsiedler, die früher in einer Privatfirma in Lodz tätig waren, republikflüchtig. Der Inhaber dieser Firma aus Lodz hat heute einen Betrieb in Westdeutschland. Es ist bekannt, dass die republikflüchtig gewordenen Umsiedler jetzt bei diesem Unternehmer in Westdeutschland arbeiten. Zu bemerken ist noch, dass es sich bei den vier Personen um Fachkräfte handelte.

Hetze

Bei der Hetze der Feindzentralen22 und Feindsender spielt die Oder-Neiße-Grenze immer wieder eine entscheidende Rolle, um die aus diesen Gebieten umgesiedelten Menschen mit revanchistischen Gedanken zu beeinflussen und sie für die verbrecherischen Ziele der Feinde zu missbrauchen. In den Hetzschriften wird besonders zu den sogenannten »Heimattreffen« in Westberlin Stellung genommen, und verbreitet, dass die »Aussiedlung unter Bruch der Menschenrechte erfolgt wäre und die Hoffnung auf Rückkehr nicht aufgegeben werden dürfe«. Dadurch soll erreicht werden, dass die ehemaligen Umsiedler noch auf eine Rückkehr in ihre alte Heimat hoffen.

In letzter Zeit hetzte die Westpresse gegen die polnische Botschaft in der DDR und beschuldigte sie, aus der DDR Fachkräfte (ehemaliger Umsiedler) abzuwerben. Zum Anlass dieser Hetze nimmt man die Familienzusammenführung zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen, die auf Antrag ehemaliger Umsiedler gewährt wird.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass in Westberlin und Westdeutschland eine sehr große Zahl von Umsiedlerzeitschriften herausgegeben werden. Damit soll erreicht werden, dass die Gedanken an die ehemalige Heimat aufrechterhalten bleiben, um diese Menschen für ihre verbrecherischen Pläne auszunutzen. Bisher wurden etwa 350 verschiedene Arten von Hetzschriften festgestellt. Als Herausgeber fungieren die Sammelverbände, Landsmannschaften, Berufsvereinigungen, Kirchengemeinden und Heimatgebietsgruppen. Durch die Art der Hetzschriften, in denen man sich viel mit Gebräuchen, Erlebnissen und Landschaftsbeschreibungen beschäftigt, wird versucht, die Heimatgefühle der Umsiedler wieder wachzurütteln, um sie zur Völkerverhetzung zu missbrauchen. Hierzu seien einige angeführt:23

I. Zeitungen mit überörtlichem Charakter

  • 1.

    »Ost-West-Kurier« – Wochenzeitung, Chefredakteur: Paul Stadtler, Verlag und Redaktion: Frankfurt/M., Rahmhofstraße 2/4

  • 2.

    »Die Stimme« – Ostdeutsche Zeitung (erscheint wöchentlich) für Heimat – Deutschland – Europa,24 Neuer Ostdeutscher Verlag G.m.b.H., Hamburg 36, Heuberg 9, Verlagsleiter und Geschäftsführung: Dr. Johannes Scholz, Chefredakteur: Willi Dißmann i.A.: Fritz Hoßberg i.V.: Horst v. Zitzewitz

  • 3.

    »Ostdeutsche Nachrichten« – (erscheint monatlich), herausgegeben vom (seit Dezember 1952) Berliner Landesverband der Heimatvertriebenen e.V., »Haus der ostdeutschen Heimat«, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 83 (verantwortlich für den Inhalt: bis Juni 1953 Werner Bader, ab Juli 1953: Dietrich Maydorn) Druckgenehmigung der Britischen Militärregierung Nr. 1079325

  • 4.

    »Der Pfeil« – Zeitschrift der Deutschen Jugend des Ostens, Herausgeber: Bundesleitung »Deutscher Jugend des Ostens« (DJO, verantwortlich: Walter Kutschera, Bonn, Heerstraße 15a, Schriftleitung: Bruno Sachers, Hameln/Weser, [Straße, Nr.], Verwaltung: Hameln/Weser, Zentralstraße 27 (erscheint monatlich)

  • 5.

    Mitteilungsblatt der Gemeinschaft heimatvertriebener Erzieher e.V. (erscheint monatlich), Schriftleitung: F. O. Stephan, München [Straße, Nr.]

  • 6.

    »Notruf« – Verbandsnachrichten der sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft [der] Kriegssachgeschädigten und Heimatvertriebenen (erscheint seit 1.1.1952, 14-täglich) Notruf-Verlag SOS, Berlin-Grunewald, Redaktion: Berlin [Straße, Nr.], Humbert-Druck: Berlin W 35, Lizenz HICOG C 115626

  • 7.

    »Der Heimkehrer« – Stimme der Kriegsgeneration, Herausgeber: Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle: Bad Godesberg, Wurzerstraße 7, Verlag, Redaktion und Suchdienst: Göppingen, Pfarrstraße 24, Auflage über 135 000 (erscheint monatlich)

  • 8.

    »Der Flüchtling« – Organ des Zentralverbandes politischer Ostflüchtlinge und Ostgeschädigter e.V., Sitz Berlin W 35, Derfflingerstraße 9 (erscheint 14-täglich seit August 1953, Lizenz Nr. 177 der Britischen Militärregierung), für die Redaktion verantwortlich: Dr. Konstantin Pritzel

II. Landsmannschaften Ost- und Westpreußen einschließlich Danzig und Memelgebiet

  • 1.

    »Das Ostpreußenblatt« – Organ der Landsmannschaft Ostpreußens, Herausgeber, Verlag und Vertrieb: Landsmannschaft Ostpreußen e.V., Schriftleitung und Geschäftsführung: Hamburg 24, Wallstraße 29, Chefredakteur: Martin Kakies, Politik: Hanns Gert Freiherr v. Esebeck, Auflage über 96 000 (erscheint dreimal monatlich)

  • 2.

    »Ostpreußen-Warte« – Heimatblatt aller Ostpreußen, Elchland-Verlag Göttingen, Theaterstraße 2, Herausgeber und verantwortlicher Hauptschriftleiter: Hellmuth Kurt Wander (erscheint monatlich), mit ständiger Beilage »Königsberger Neue Zeitung«

  • 3.

    »Westpreußische Nachrichten« (erscheint monatlich), herausgegeben von der Landsmannschaft Westpreußen e.V. im Berliner Landesverband der Heimatvertriebenen »Haus der ostdeutschen Heimat« Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 83, verantwortlich für den Inhalt: (bis Juni 1953 Werner Bader), ab Juli 1953 Dietrich Maydorn, Druckgenehmigung der Britischen Militärregierung Nr. 1079627

  • 4.

    »Der Westpreuße« – Mitteilungsblatt der Landsmannschaft Westpreußen und ihrer Heimatkreise,28 Geschäftsführung: Dr. Lippky, Lübeck, [Straße, Nr.], Herausgeber: Dr. Gerhard Lippky, Schriftleiter und für den Inhalt verantwortlich: Dr. Ottfried Graf Finckenstein, Auflage 12 000, erscheint monatlich

  • 5.

    »Das Heimatwerk« – Mitteilung für die Katholiken Danzigs und Westpreußens, Erscheinungsort: Menden (Sauerland), Leitung des Heimatwerkes: Dr. Joseph Albert, Arbeitsgemeinschaft mit Vikar Kutzmann und Pater Superior Goergen (erscheint unregelmäßig in Form von Rundschreiben)

  • 6.

    »Unser Danzig« – Mitteilungsblatt des Bundes der Danziger, herausgegeben vom Bund der Danziger e.V. Lübeck, Beckergrube 41, verantwortlich für die Redaktion: Dr. R. Könnemann, Lübeck, [Straße, Nr.], und Kurt Remus, Lübeck, [Straße, Nr.], Auflage 18 500 (erscheint monatlich)

  • 7.

    »Ermlandbriefe« (mit Beilage »Junges Ermland«), Herausgeber: Kapitularvikar von Ermland, Osnabrück-Haste, Gut Honeburg (erscheint jeweils zu hohen kirchlichen Festen)

  • 8.

    »Memeler Dampfboot« – die Heimatzeitung der Memelländer,29 Herausgeber, Verlag und Druck: F. W. Siebert, Oldenburg, Cloppenburger Straße 105, Schriftleitung: F. W. Siebert unter Mitarbeit von H. A. Kurschat (erscheint zwei Mal monatlich)

  • 9.

    »Wir von der Weichsel« – Rundbrief der Gemeinschaft der Danziger katholischen Jugend, Hauptstelle: Hannover, Maschstraße 22, Schriftleitung: Joachim Behnke

  • 10.

    »Landesrundbrief« (für die Danziger Jugend), Herausgeber: Deutsche Jugend des Ostens (DJO), Landesleitung: Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 83 (Hektographie)

  • 11.

    »Gumbinner Heimatbrief« an die lieben ehemaligen Glieder der evangelisch-lutherischen30 Kirchengemeinde Gumbinnen und ihre Schwestergemeinden im Kirchenkreis Gumbinnen, als Manuskript gedruckt – nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, Autor: K. Klatt, Bad Hönningen/Rhein

  • 12.

    »Brücke zur Heimat« – Gerdauen und Nordenburg, Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt: Erich Paap, Stelle über Hannover, Kreis Burgdorf, erscheint alle acht Wochen als Doppelnummer, Druck: F. W. Siebert, Oldenburg, Cloppenburger Straße 10531

  • 13.

    »Unser Bartenstein« – Monatsblatt der Gemeinschaft der Heimatvertriebenen aus Stadt und Kreis, Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt: Willi Piehl, Rendsburg, [Straße, Nr.] (erscheint monatlich)

  • 14.

    »Canditter Heimatregister«,32 Autor: Karl Schaff, Bezirksbeauftragter (der Landsmannschaft Ostpreußen), Gaushorn über Heide/Holstein

  • 15.

    »Rundbrief« (»meine lieben Marienburger Landsleute«), Autor: Hubert Dettmeyer (vermutlich: Lüchow, [Straße, Nr.])

  • 16.

    »Die Ostpreußische Arztfamilie« – erscheint jährlich drei Mal, Autor: Dr. med. Paul Schroeder, Dänischenhagen über Kiel

  • 17.

    »Anschriftenverzeichnis« – Arbeitsausschuss ehemaliger Arbeitskameraden der Königsberger Werke und Straßenbau GmbH, Königsberg/Pr. (KWS)

  • 18.

    »Rundschreiben« (Hektographie), Herausgeber: Prof. Dr. Schumacher, Oberstudiendirektor des Friedrichskollegiums i. R., Hamburg-Langenhorn, [Straße, Nr.] (wendet sich an die ehemaligen Lehrer und Schüler des Stadt-Gymnasiums von Königsberg)

III. Landsmannschaft Pommern

  • 1.

    »Pommern-Brief« – Das Blatt aller Pommern, Herausgeber und verantwortlich für den Gesamtinhalt: Christoph v. d. Ropp, Hamburg [Straße, Nr.], (erscheint zweimal monatlich), mit Beilage »Pommersche Heimatkirche«, evangelischen Kirchenblatt der Vertriebenen Pommerns (erscheint einmal monatlich), verantwortlich: Pfarrer Dr. Gehlhoff, Hornheide über Münster/Westfalen 2

  • 2.

    »Stettiner Nachrichten« (erscheint monatlich), Herausgeber: Gerhard Köpke und Helmut Gude, Verlag und Schriftleitung: Johannes Holland, Göttingen, [Straße, Nr.]

  • 3.

    »Heimatklänge« – Zeitung für Heimatvertriebene aus dem Kreis Greifenberg/P[ommern], verantwortlich für den Inhalt und Herausgeber: Hans Schulz, Hamburg, [Straße, Nr.] (erscheint monatlich)

  • 4.

    »Bad Polziner-Nachrichtenbrief«, verantwortlich: Fritz Ebert, Sankt Andreasberg/Oberharz, [Straße, Nr.]

  • 5.

    »Deutsch Kroner Heimatbrief« – Monatsschrift der Vertriebenen aus Stadt und Kreis Deutsch Krone, Herausgeber: Kreisgruppe Deutsch Krone der pommerschen Landsmannschaft Hannover (erscheint monatlich), Verlag: Willi Halb, Völksen/Deister, [Straße, Nr.], Schriftleitung: Pfarrer Alexander Loerke, Ehmen über Fallersleben

  • 6.

    »Stolper Heimatblatt« – für die Heimatvertriebenen aus der Stadt und dem Landkreis Stolp/i. Pommern, Absender: Stolper Heimatkartei Lübeck, Lindenplatz 7, Zahlungen RA Dr. Kuschfeldt, Hamburg, Druck: Eugen Radtke, Lübeck, Mühlenstraße 11 (erscheint monatlich)

IV. Landsmannschaft Ostbrandenburg-Neumark

  • 1.

    »Ostbrandenburg-Neumark« – Mitteilungsblatt der Landsmannschaft Ostbrandenburg-Neumark im Berliner Landesverband der Heimatvertriebenen, verantwortlich für den Inhalt: Wilhelm Schulz mit Genehmigung von HICOG ISB BE, erscheint zweimal monatlich33

  • 2.

    »Heimatblatt für den Kreis Soldin«, Herausgeber: der Soldiner Arbeitskreis, Druck: Grabert’sche Druckerei Schleswig

  • 3.

    »Heimatgruß-Rundbrief« – aus den ehemaligen Kirchengemeinden im Kreis Arnswalde (Neumark), Absender: Anneliese Hohensee, Berlin [Straße, Nr.] (erscheint unregelmäßig)

  • 4.

    »Heimatzeitung des Kreises Königsberg [in der] Neumark«, Mitteilungsblatt der Heimatkreiskartei für die Einwohner des Kreises Königsberg [in der] Neumark (erscheint seit Februar 1950 monatlich), verantwortlich für den Inhalt: Otto Meyer, Helmstedt, [Straße, Nr.]

  • 5.

    »Der Rundbrief« – Heimatverein Schönlanke und Netzekreis, Herausgeber: Fritz Guse, Berlin, [Straße, Nr.] (erscheint monatlich)

  • 6.

    »Rundbrief der Priester der Freien Prälatur Schneidemühl«, verantwortlich: Caritasdirektor Volkmann, Münster/Westfalen, Breul 23

V. Schlesien

  • 1.

    »Der Schlesier« – Breslauer Nachrichten, Die Heimatzeitung für alle Nieder- und Oberschlesier.34 Offizielles Organ der Landsmannschaft Schlesien für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und Berlin, Herausgeber und verantwortlich für den Gesamtinhalt: Kurt Brommer und Walter Ilgner, Recklinghausen (erscheint wöchentlich), veröffentlicht gem[äß] Ges[etz] über die Berufsausübung von Verlegern, Verlagsleitern und Redakteuren des Landes Nordrhein-Westfalen vom 17.11.1949

  • 2.

    »Schlesische Rundschau« – Die Zeitung aller Schlesier, Verlag und Redaktion: Stuttgart N, Lenzhalde 67, Hauptschriftleiter: Dr. Wilhelm Meridies, Wangen im Allgäu (erscheint dreimal monatlich)

  • 3.

    »Schlesische Nachrichten«, herausgegeben vom Heimatverband der Schlesier im BLV der Heimatvertriebenen, Haus der ostdeutschen Heimat, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 83, verantwortlich für den Inhalt (bis Juni 1953 Werner Bader, ab Juli 1953 Dietrich Maydorn, verantwortlich für die Landsmannschaft: Konrad Winkler, Druckgenehmigung der Britischen Militärregierung Nr. 10789 ff., ab Juni 195335

  • 4.

    »Schlesischer Gottesfreund« – Kirchenblatt der evangelischen Heimatvertriebenen, herausgegeben von der Gemeinschaft evangelischer Schlesier, Kassel, Postfach [Nr.], Hauptschriftleiter: Dipl.-Volkswirt Pfarrer Siegfried Preuss, Kassel, Redaktionsausschuss: Lic. Dr. Hultsch, Sup. Klein, Geschäftsführer Nembach (erscheint monatlich)

  • 5.

    »O-S in Niedersachsen« – Mitteilungsblatt der Landsmannschaft der Oberschlesier in Niedersachsen, Verlag Hannover, [Straße, Nr.], Schriftleitung: H. Schäfer, Hannover, [Straße, Nr.], Druck: Ewald Stechbart, Hannover, [Straße, Nr.] (erscheint ab 1.3.1952 monatlich)36

  • 6.

    »Rundbrief« – An die zerstreuten Mitglieder und Freunde schlesischer Gemeinschaft, Absender: W. Fiedler, Roth bei Nürnberg, [Straße, Nr.]

  • 7.

    »Rundbrief für schlesische Brr. Frm. und Schww.«37, »Rundbrief der Heimatvertriebenen Brr« (ehemalige Mitglieder von Freimaurerlogen) – Schlesien –, werden versandt von Bruno Goedecke, Einbeck, [Straße, Nr.]

  • 8.

    »Alzner Rundbrief«, Absender: Stanislaus Gasiorek, Studienassessor, Ingolstadt, [Straße, Nr.]

  • 9.

    »Bote aus dem Queistale« – Heimatblätter für das Isergebirge und sein Vorland, Verlag und Schriftleitung: Gerhard Dresler, Detmold, [Straße, Nr.] (erscheint einmal monatlich)

  • 10.

    »Breslauer Heimatbrief«, Absender: Geistl. Rat Pfarrer Engelbert, Hannover, [Straße, Nr.]

  • 11.

    »Bunzlauer Heimatzeitung«, Druck und Verlag: Karl Goldammer, Bad Neustadt [an der] Saale, Industriesiedlung 17, Schriftleiter: Karl Wiechmann, Eschwege, [Straße, Nr.] (erscheint seit März 1952 einmal monatlich)

  • 12.

    »Crossener Heimatgrüße« – Mitteilung des »Arbeitskreises Crossen« an alle heimatvertriebenen früheren Einwohner des Kreises Crossen [an der] Oder, für den Inhalt verantwortlich: Karl Wein, Itzehoe, [Straße, Nr.]

  • 13.

    »Frankensteiner Heimatbrief« »Rund um den Schiefen Turm«, Herausgeber: Paul Zwiener, Fellbach/Stuttgart, Postfach [Nr.] (erscheint monatlich)

  • 14.

    »Gemeinde-Brief« für die Glieder der ehemaligen evangelischen Kirchengemeinde Freiburg [in] Schlesien, Redaktion: Heimatpastor Bernhard Berg, Essen-Altenessen, [Straße, Nr.]

  • 15.

    »Friederschdurfer Gemeenbot«, Herausgeber: Pastor Rahner, Borghorst/Westfalen

  • 16.

    »Gleiwitzer und Beuthener Heimatblatt« für die Stadt- und Landkreise herausgegeben im Quellenverlag Steinheim a. M., Schriftleiter: Eberhard v. Zalewski, Steinheim [an der] M[urr], [Straße, Nr.] (erscheint am 15. jedes Monats)

  • 17.

    »Grafschafter Bote« – Informations- und Mitteilungsblatt der Volksgruppe Grafschaft Glatz (erscheint monatlich), Geschäftsführung, Verwaltung, Vertrieb und Redaktion: Geistlicher Rat Georg Goebel, Lehrer Alois Bartsch, Lehrer Josef Fogger, Kierspe-Bahnhof i. W., Schriftleitung: Alois Bartsch, Lippstadt, [Straße, Nr.]

  • 18.

    »Grafschaft Glatzer Heimatblätter«, Postverlagsort Simbach [am] Inn (erscheint monatlich), Geschäftsstelle der GGHB Inzell-Obb., Postfach [Nr.], Schriftleitung: Joh. Friedrich Müller, Simbach [am] Inn, Postfach

  • 19.

    »Kreuzburger Nachrichten« – Heimatblatt des Kreises Kreuzburg/Oberschlesien, Inhaber und verantwortlich: Martin Furian, Deiderode über Hann. Münden, Vertrieb: P. Körting, Lindau/Harz über Northeim/Hannover (erscheint monatlich)

  • 20.

    »Laubaner Gemeindebrief« (erscheint monatlich), Herausgeber und Verleger: Dr. Piekorz, Simbach [am] Inn

  • 21.

    »Liegnitzer Heimatbrief«, Verlagsort: Lorch/Württemberg, Herausgeber und Schriftleitung: Gerhard Weber, Lorch/Württemberg, [Straße, Nr.] (erscheint monatlich)

  • 22.

    (Liegnitzer Kirchenblatt), Herausgeber: Pfarrer Johannes Smaczny, Meppen/Ems, Domhof

  • 23.

    »Löwenberger Heimatgrüße« (erscheint monatlich), Herausgeber: Adolf Möller, Bückeburg, [Straße, Nr.]

  • 24.

    »Lübener Heimatblatt« (erscheint monatlich), Beilage zum Liegnitzer Heimatbrief (s. Nr. 21), Schriftlage und für den Inhalt der Beilage verantwortlich: Erika Hoffmann-Rehmie, Riedenburg, [Straße, Nr.]

  • 25.

    »Rundschreiben an die Ostvertriebenen der Diözese Kattowitz«, Herausgeber: Generalvikar Franz Wosnitza, Köln/Rh[ein], [Straße, Nr.]

  • 26.

    »Neisser Heimatblatt« – für den Stadt- und Landkreis Neiße – Organ des »Neisser Kultur- und Heimatbundes« – e.V., Schwabach, erscheint nach Bedarf als Mitteilungsblatt, Auflage 6 000, Schriftleitung: Erich Schade, Amberg/Obpf., [Straße, Nr.]

  • 27.

    »Jubiläumsrundbrief« an die Pfarrgemeinde Neiße/Neuland38 (Sondernummer), Absender: Heimatpfarrer Kynast, Bleche üb. Olpe i. Westfalen

  • 28.

    »Bilder der Heimat« – Neiße wie es einst war. Fotosammlung von 200 »Neisser Heimatbilder«, Herausgeber: Günther Hartmann, Werl (Westf.) [Straße, Nr.], »Neisser Kultur- und Heimatbund« – Neisser Jugendring, Herausgeber: Günther Hartmann, Werl (Westf. ) [Straße, Nr.].39

  • 29.

    »Echo der Heimat« – Rundbrief für die Ostvertriebenen aus Bad Reinerz und Umgebung (als Manuskript gedruckt), Vertrieb durch Zentralstelle Josef Tschöpe, Heepen bei Bielefeld, [Straße, Nr.]

  • 30.

    »Rosenberger Heimatbote« – Heimatkartei, Herausgeber: Josef Langer, Bramsche, Kreis Lingen-Ems (erscheint alle 2 Monate)

  • 31.

    »Heimatgrüße« – Nachrichtenblatt des Rybnik-Plesser Kultur- und Heimatbundes, Herausgeber: J. V. Stolzenhain »OS-Aktion«, Langelsheim/Harz40

  • 32.

    »Sagan-Sprottauer Heimatbrief« – früher Saganer Monatsschrift für den Großkreis Sagan-Sprottau, Herausgeber und verantwortlich: Schriftleiter Karl Handke, Holtensen/Göttingen, Verlag: Maurer-Verlag, Lippstadt i. Westfalen

  • 33.

    »Das Heimatblatt für Sorau N/L für Stadt und Land« – Monatsschrift für den Kreis Sorau (N/L) – Herausgeber und Schriftleitung: Günther Krause, Bockum-Hövel, [Straße, Nr.]

  • 34.

    »Heimatbrief des Kreises Trebnitz/Schlesien«, zusammengestellt von Annelise und Friedrich v. Kessel, Goslar, [Straße, Nr.] (erscheint unregelmäßig)

  • 35.

    »Waldenburger Illustrierte« – Bilderzeitung des Verlages »Waldenburger Heimatbote«, Verlag und Schriftleitung: Helmut Schal, Norden/Ostfriesland, [Straße, Nr.]

  • 36.

    »Das Heimatband« – Anschriftenliste der Landsleute aus Stadt und Kreis Waldenburg, Herausgeber: E. Friedrich, Werl/Westf., [Straße, Nr.]

  • 37.

    »Die Heimatstunde« – Brief für alle aus Wansen und Umgebung stammenden Schlesier, Herausgeber: Heinrich Baumgart, Brackwede, [Straße, Nr.], Walter Wabnitz, Delmenhorst, [Straße, Nr.]

  • 38.

    »Heimatklänge« – Rundschreiben des Pfarrers Joseph Willinek, Doveren, Kreis Erkelenz, an seine Landsleute aus Winzig/Schlesien

VI. Sudetenland und Böhmen und Mähren

  • 1.

    »Sudetendeutsche Nachrichten« (erscheint monatlich), herausgegeben von der Landsmannschaft der Sudetendeutschen im BLV, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 83, »Haus der ostdeutschen Heimat«, verantwortlich für den Inhalt (bis Juni 1953 Werner Bader) seit Juli 1953 Dietrich Maydorn, Verantwortlich für die Landsmannschaftsseite: W. M. Beutel, Druckgenehmigung der Brit. Mil. Reg. Nr. 10789 ff. ab Juni 1953.41

  • 2.

    »Sudetendeutsche Zeitung« – Amtliches Organ der sudetendeutschen Landsmannschaft, Schriftleitung und Verwaltung: München 2, Bayerstraße 57/59, Chefredakteur: Dr. Artur Zechel, Nordwestdeutsche Redaktion: Dr. Hans-Georg Loebel, Detmold, [Straße, Nr.], Südwestdeutsche Redaktion: Hans Dietz, Dettingen unter Teck, [Straße, Nr.], Vertretung in Bonn: Willi Stampfel, Bonn, [Straße, Nr.], Vertretung in Berlin: Willi M. Beutel, Berlin, [Straße, Nr.], Vertretung in Österreich: Franz Hartel, Salzburg-Liefering, [Straße, Nr.] (erscheint wöchentlich)

  • 3.

    »Sudetendeutscher Heimatdienst« – älteste, unabhängige, überparteiliche, kulturpolitische Halbmonatszeitschrift aller Sudetendeutschen, erscheint im Altvater-Verlag Lindau/Bodensee, Postfach [Nr.], Herausgeber und Hauptschriftleiter: Hans Bartoschek

  • 4.

    »Rund um den Burgsberg« – Familienblatt, erscheint unregelmäßig, Absender: »Burgsberg«, Neustadt a. Rgbe, [Straße, Nr.]

  • 5.

    »Mein Heimatbote« – Kreis Mähr.-Schönberg, »Spiegl. Schneeberg«, Altvater«, herausgegeben im »Quellenverlag« V. Diwisch, Steinheim [am] Main (erscheint monatlich)

  • 6.

    »Der Altvaterbote« – Seelsorgsbrief und Heimatblatt, herausgegeben vom Lokalkaplan Albert Sauer, Stetten [an der] Donau b. Tuttlingen (erscheint unregelmäßig)

  • 7.

    »Aussiger Bote« – Heimatblätter der Ausgewiesenen aus dem Stadt- und Landkreis Aussig a. d. Elbe, Herausgeber: Franz Girschik, Vorsitzender des Hilfsvereins Aussig e.V. München, [Adresse] Schriftleiter: Alfred Bohmann – erscheint monatlich –

  • 8.

    »Ascher Rundbrief« (erscheint zweimal monatlich), Verlag: Ilse Tins, Tirschenreuth/Opf.

  • 9.

    »Chiescher Heimatbote« – Verbindungsorgan für alle Heimatvertriebenen aus allen Orten des Kreisgebietes von Luditz mit der Pfarrgemeinde Lukowa aus dem Bezirk Kralowitz (erscheint monatlich). Herausgeber: Karl Schwarz, Neuburg/D[onau], C. 206

  • 10.

    »Freudenthaler Heimatbote« – »Heimatbeilage zum Sudetendeutschen Heimat-Dienst«, Altvater-Verlag, Kulmbach/Ofr., Herausgeber: Hans Bartoschek, Kulmbach/Ofr., [Straße, Nr.]

  • 11.

    »Freudenthaler Heimatchronik« – Beiträge zur Heimatgeschichte und zur Pflege der alten Heimatgemeinschaft, Herausgeber: Oskar Czeck, Köln/Rh[ein], [Straße, Nr.]. Heimatbeiträge an: Dr. Kurt Langer, Ennepetal-Milspe i.W., [Straße, Nr.]

  • 12.

    »Heimatruf« – Heimatvertriebenen-Rundbrief des Grottau-Kratzauer Neißetales, Vorläufige Briefanschrift: Friedrich Ulbricht, Gerlingen bei Stuttgart, Württemberg 14, [Adresse], erscheint ab Januar 1950.42

  • 13.

    »Kaadner Heimatbrief« – Nachrichtenblatt für die Heimatvertriebenen Landsleute aus dem Kreis Kaaden-Duppau, Herausgeber: Hermann Hönl, Zwesten über Borken/Kassel

  • 14.

    »Leipaer Heimatbrief« (erscheint unregelmäßig), herausgegeben von: P. Dr. Paulus Sladek im Verlag H. Eiermann, Mosbach/Baden, Korrespondenz: Dr. Alfred Kanabas, Mosbach, [Straße, Nr.]

  • 15.

    »Marienbad-Tepler Heimatbrief« (erscheint monatlich), Herausgeber: Ernst Eckert, Bad Kissingen, [Straße, Nr.], Stellvertreter: Dr. Franz Theo Pany, Bad Kissingen, [Straße, Nr.]

  • 16.

    »Oberleutensdorfer Bote« (erscheint unregelmäßig), verantwortlich: Dr. Josef Will, Kürn/Bayern

  • 17.

    »Prager Nachrichten« – mit ständiger Beilage Alma Mater pragensis, dem Mitteilungsblatt des Kollegiums Carolinum (erscheint monatlich), Schriftleitung: Georg Schroubek, Gräfelfing/München, [Straße, Nr.]

  • 18.

    »Heimatbrief Saazerland« – Mitteilungsblatt des Heimatkreises Saazer-Land in der sudetendeutschen Landsmannschaft, Bearbeiter: Emil Hauner, Mondorf/Sieg über Troisdorf

  • 19.

    »Schönhengster Heimat«, herausgegeben vom Landschaftsrat Schönhengstgau in der Schriftleitung, erscheint monatlich oder nach Bedarf, Schriftleitung: P. Trunetz, Börtlingen, Kreis Göppingen. Für den Kreis Landskron: Wolfgang Schulz, Stuttgart [Straße, Nr.], Kreis Mähr.-Trübau: Dipl.-Kaufmann Robert Neubauer, Heidenheim a. d. Brenz, [Straße, Nr.]

  • 20.

    »Trei da Hejmt«- Nordböhmischer Heimatbrief für Tetschen-Bodenbach und Bezirk, Herausgeber und Eigentümer: Dankwart Heisler, Schriftleiter43: Anholt/Westfalen über Bocholt

  • 21.

    »Meine lieben Schönpriesner« (Rundbrief unregelmäßig), Absender: Prof. Otto Blaha, Thalmässing über Roth bei Nürnberg, [Straße, Nr.]

  • 22.

    »Der Südmährer« – Heimatbrief für die Kreise Znaim, Nikolsburg, Neubistritz und das Zlabingser Ländchen, Herausgeber: Arbeitsausschuss der Südmährer, Geislingen [an der] Steige, [Straße, Nr.]

  • 23.

    »Wartenberger Heimatbrief«, Absender: Kurt Neubarth, Kempten/Allgäu, [Straße, Nr.]44

VII. Sonstige Gebiete

  • 1.

    »Heimatklänge« – Verein heimattreuer Brandenburger (Havel) zu Berlin, herausgegeben vom 1. Vorsitzenden Leopold Jätschmann, Berlin-Wilmersdorf, [Straße, Nr.]45

  • 2.

    »Unser Mecklenburg« – Heimatblatt für Mecklenburger in der Deutschen Bundesrepublik und im Ausland – Organ der Landsmannschaft Mecklenburg (erscheint monatlich), Herausgeber: F. W. Giebel, Bremen [Straße, Nr.]

  • 3.

    »Baltische Briefe« – Heimatblatt der Deutschbalten mit den Veröffentlichungen der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft, des Hilfskomitees der ev. luth. Deutschbalten und der Jugend (erscheint monatlich), Herausgeber und Schriftleiter: Wolf J. v. Kleist, Marburg/Lahn, Schließfach [Nr.]

  • 4.

    »Stimmen aus dem Osten« – Mitteilungsblatt der Landsmannschaft der Deutschen aus dem Weichsel- und Wartheland, Geschäftsstelle der Landsmannschaft: Ratzeburg, Bäkerweg 43, Anschrift des Sprechers: Waldemar Kraft, Ratzeburg, [Straße, Nr.], Schriftleiter und Herausgeber: Dr. Johannes Scholz, Ratzeburg, [Straße, Nr.] (erscheint zweimal monatlich)

  • 5.

    »Posener Stimmen« – Heimatbrief des Hilfskomitees der Posener ev. Kirche – monatliche Beilage zu den Stimmen aus dem Osten (verantwortlich: s. Ziff. 4)

  • 6.

    »Rundbrief der Dobrudscha-Deutschen-Landsmannschaft«, Gründer und Herausgeber: Pastor Herbert Hahn, Stuttgart, [Straße, Nr.]

  • 7.

    »Mitteilungsblatt« des Hilfskomitees der ev. luth. Kirche und der Gemeinschaft der deutschen Umsiedler aus Bessarabien, Hannover, [Straße, Nr.], (erscheint zweimal monatlich), Herausgeber und Lizenzträger: Oberpastor I. Baumann

  • 8.

    »Mitteilungsblatt« des »Verein der Österreicher in Berlin«, 1. Vorsitzender: Gustl Schrenzer, SO 36, [Straße, Nr.], Geschäftsstelle: Berlin-Neukölln, Sonnenallee 126, Cafehaus E. Maresch

  1. Zum nächsten Dokument Vorkommnisse auf Bauernversammlungen in Cotta, Kreis Pirna
    13. Juli 1956
    Information Nr. 67/56 – Betrifft: Vorkommnisse in Cotta, [Kreis] Pirna, [Bezirk] Dresden
  2. Zum vorherigen Dokument Stimmung und westliche Presseberichte zu den Unruhen in Posen (3)
    10. Juli 1956
    Information Nr. 66/56 – Betrifft: Stimmung und Feindpropaganda zu den Provokationen in Poznan (3. Bericht)