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Unfall mit tödlichen Folgen im VEB Glasebachschacht Straßberg

27. September 1956
Information Nr. 221/56 – Betrifft: Katastrophenunfall im VEB Glasebachschacht Straßberg, [Kreis] Quedlinburg, [Bezirk] Halle

Am 26.9.1956, gegen 13.40 Uhr, ereignete sich im VEB Glasebachschacht Straßberg, [Kreis] Quedlinburg, [Bezirk] Halle, der zurzeit als Untersuchungsschacht auf Flussspat dient, durch unvorhergesehenen Wassereinbruch ein Katastrophenunfall. Sechs Bergarbeiter kamen hierbei ums Leben, da sie den Fluchtweg nicht erreichten. Durch die flutmäßig eindringenden Wassermassen wurde die Stromzufuhr sofort unterbrochen, sodass der Förderkorb mit der herbeigeeilten eigenen und vom VEB Fluorschacht Straßberg1 eingetroffenen Grubenrettungswehr nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Ein Mitglied der geologischen Kommission bemerkte, dass bei den vorläufigen Untersuchungen festgestellt wurde, dass beim Auspumpen des Schachtes der Ort Straßberg zum überwiegenden Teil der Einsturzgefahr unterliegt. Nach bisherigen Feststellungen befinden sich in diesem Schacht ca. 80 000 t Flussspat, durch dessen Verkaufspreis der Abriss und Neuaufbau Straßbergs unrentabel gestaltet würde.

Untersuchungen werden noch geführt.

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    27. September 1956
    Information Nr. 222/56 – Betrifft: Kampfgruppen
  2. Zum vorherigen Dokument Unfall im Mansfeld-Kombinat »Wilhelm Pieck«
    25. September 1956
    Information Nr. 220/56 – Betrifft: Unfall im Ernst-Thälmann-Schacht des Mansfeld-Kombinates »Wilhelm Pieck«