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Aufbringen eines Westberliner Motorbootes in Berlin-Mitte

15. September 1961
Einzel-Information Nr. 561/61 über die Verletzung der Staatsgrenze West durch ein Westberliner Motorboot

Am 15.9.1961, 15.03 Uhr verletzte ein Westberliner Motorboot im Bereich der 1. Kompanie der XIV. Grenzbereitschaft 500m nördlich der Brücke der Einheit in Potsdam die Wassergrenze der Deutschen Demokratischen Republik.

Insassen des Bootes:

  • [Name 1], Westberlin, ca. 25 bis 30 Jahre alt, ohne Personalausweis (Besitzer des Bootes),

  • [Name 2], Berlin-Neukölln, [Straße], geboren am [Tag, Monat] 1921 in Königshütte, Beruf: Tiefbauausschaler.

Beide Personen waren angetrunken. Das Westberliner Motorboot setzte trotz Anruf und Warnschuss seine Fahrt fort. Das Boot wendete, um in Westberliner Gewässer zu entkommen. Es rammte dabei das dort eingesetzte Boot der Grenzbereitschaft (Boot G 52) am Heck ca. 200 m vor der Grenze.

Danach wurde ein Zielschuss abgegeben, wodurch der [Name 1] durch Oberschenkelsteckschuss verletzt wurde. Das Boot wurde daraufhin mit beiden Insassen aufgebracht, die beiden Insassen wurden festgenommen. Der verletzte [Name 1] wurde unter Bewachung in das Bezirkskrankenhaus Potsdam eingeliefert.

Eine Überprüfung der beiden Personen wurde durch das MfS bereits eingeleitet.

  1. Zum nächsten Dokument Vorkommnisse bei den Volkswahlen (1)
    17. September 1961
    1. Bericht Nr. 562/61 über feindliche Erscheinungen und besondere Vorkommnisse im Zusammenhang mit den Volkswahlen 1961
  2. Zum vorherigen Dokument Lage nach dem Bau der Berliner Mauer (21)
    14. September 1961
    Bericht Nr. 560/61 über die Situation aufgrund der Schutzmaßnahmen der DDR (Berichtszeit 11.9.–14./15.9.1961)