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Bischöfe Jänicke und Krummacher zum Jahrestag des Kriegsbeginns

27. August 1964
Einzelinformation Nr. 700/64 über Stellungnahmen der evangelischen Bischöfe Jänicke, Magdeburg, und Krummacher, Greifswald, zum 25. bzw. 50. Jahrestag des Ausbruchs der beiden Weltkriege

Dem MfS wurde bekannt, dass von den evangelischen Bischöfen Jänicke/Magdeburg1 und Krummacher/Greifswald2 – ähnlich wie von Landesbischof Mitzenheim/Eisenach3 – zur Wiederkehr des 25. und 50. Jahrestages der letzten beiden Weltkriege eine Kanzelabkündigung bzw. ein Rundbrief an die Geistlichen ihrer Kirchenprovinz verfasst und inzwischen auch verschickt wurden.4 (Die Stellungnahmen der Bischöfe Jänicke und Krummacher werden in der Anlage abschriftlich beigefügt.)

Landesbischof Jänicke veranlasste mit seinem »Wort des Bischofs an die Gemeinden der Kirchenprovinz Sachsen« vom 18. August 1964 die Pfarrer der Kirchenprovinz Sachsen, die Kanzelabkündigung am 30. August 1964 bzw. am Sonntag danach vorzunehmen. Landesbischof Jänicke setzt sich in dieser Kanzelabkündigung für einen atomwaffenfreien, entmilitarisierten Raum und für die Beseitigung des »kalten Krieges« ein.

Eine Beratung zwischen den Mitgliedern der Kirchenleitung Sachsen vor Ausarbeitung der Kanzelabkündigung durch Bischof Jänicke hat nicht stattgefunden.

Dem MfS wurde weiter bekannt, dass Landesbischof Jänicke am 25.8.1964 in Eisenach zu einer Unterredung bei Landesbischof Mitzenheim weilte. Von beiden Bischöfen wird erwogen, eventuell am Sonntag, dem 30.8.1964 in der Herderkirche in Weimar einen gemeinsamen Friedensgottesdienst durchzuführen.

Landesbischof Krummacher/Greifswald gab am 20.8.1964 einen Rundbrief an die Geistlichen seines Konsistorialbezirkes heraus, der nur zur Orientierung für die Geistlichen und nicht zur Verlesung von den Kanzeln bestimmt ist. In diesem Rundbrief schätzt Landesbischof Krummacher die kirchliche Tätigkeit der letzten Zeit ein und verweist dabei auf die Wiederkehr des 25. bzw. 50. Jahrestages des Ausbruchs der beiden Weltkriege, wobei er sich auf die »Schuldbekenntnisse« der Evangelischen Kirche bezieht.5

Wie dem MfS weiter bekannt wurde, nahm Krummacher in einer außerordentlichen Sitzung der Kirchenleitung Greifswald am 25.8.1964 zur Zusammenkunft zwischen dem Vorsitzenden des Staatsrates Walter Ulbricht und Landesbischof Mitzenheim Stellung.6 Landesbischof Krummacher betonte dabei, er würde die Ausführungen von Landesbischof Mitzenheim unterstützen, lehne jedoch seine Äußerungen über die Spaltung der evangelischen Kirche in Deutschland ab. Nach Meinung von Krummacher stehe der Wiedervereinigung Deutschlands entgegen, dass die DDR in Bonn nicht anerkannt werde. Die evangelische Kirche in Deutschland könne sich jedoch jederzeit auch heute schon an einen Tisch setzen. Landesbischof Krummacher bedauerte, dass sich in der Umgebung von Greifswald keine Wartburg befände, auf der man mit dem Vorsitzenden des Staatsrates zu einem Gespräch zusammenkommen könne. Er hoffe, dass sich aber trotzdem die Gelegenheit zu einem solchen Gespräch bieten würde, wenn der Vorsitzende des Staatsrates zu einer Besichtigung der Erdölbohrungen nach Grimmen-Mecklenburg komme.

Am Verhalten des Landesbischofs Mitzenheim kritisierte Landesbischof Krummacher in der Besprechung mit seinen engsten Mitarbeitern der Kirchenleitung insbesondere zwei Faktoren. Er sei nicht damit einverstanden, dass das Anschreiben des Landesbischofs Mitzenheim an die anderen evangelischen Landesbischöfe in der DDR in der Presse veröffentlich wurde und dass Landesbischof Mitzenheim seine Absichten nicht vorher mit den übrigen Bischöfen in der DDR abgesprochen habe. Dabei betonte Krummacher, nach vorheriger Konsultierung der übrigen Bischöfe der DDR seitens Landesbischof Mitzenheim wäre eventuell ein gemeinsamer Hirtenbrief zustande gekommen. Im weiteren Verlauf dieser Absprache äußerte Landesbischof Krummacher, Landesbischof Noth/Dresden7 habe einen ähnlichen Brief wie er verfasst und stehe auf seiner Seite. Dagegen sei es vermutlich Landesbischof Mitzenheim gelungen, Landesbischof Jänicke auf seine Seite zu ziehen. Diese Schlussfolgerung habe er, Landesbischof Krummacher, daraus gezogen, weil sich die Stellungnahme von Landesbischof Mitzenheim und Landesbischof Jänicke ihrem Inhalt nach stark gleichen würden. Für eventuelle Gespräche mit staatlichen Stellen gab Landesbischof Krummacher an seine Oberkonsistorialräte die Orientierung, er, Landesbischof Krummacher, habe von der Kanzelabkündigung des Landesbischofs Mitzenheim nichts gewusst. Seiner Auffassung nach habe Landesbischof Mitzenheim alle anderen Landesbischöfe in der DDR brüskiert.

Nach dieser Besprechung mit Landesbischof Krummacher schätzten Oberkonsistorialräte der Kirchenleitung Greifswald ein, Landesbischof Krummacher fühle sich vermutlich übergangen und als zu spät gekommen; deshalb bringe er jetzt zum Ausdruck, dass ein gemeinsamer Hirtenbrief notwendig gewesen wäre. Oberkonsistorialrat Kusch/Greifswald8 äußerte zum Rundbrief des Landesbischof Krummacher, er sei schwach und unzureichend.

Die Angaben über die Besprechung bei Landesbischof Krummacher dürfen im Interesse der Sicherheit der Quelle nicht publizistisch ausgewertet werden, während die übrigen Angaben eventuell veröffentlicht werden können.

Anbei

2 Anlagen

Anlage 1 zur Information Nr. 700/64

Abschrift Wort des Bischofs Jänicke

Magdeburg, 18. August 1964

Wort des Bischofs an die Gemeinden der Kirchenprovinz Sachsen zum 25. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkrieges

Zum mahnenden Gedenken an den Tag, an dem vor 25 Jahren durch uns Deutsche das furchtbare Blutvergießen des 2. Weltkrieges entfesselt wurde, rufe ich den Gemeinden der Kirchenprovinz Sachsen das Wort des Apostels Paulus aus dem 2. Brief an die Korinther im 5. Kapitel, Vers 19, zu: »Gott hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung«9.

Wir können dieses Wort nicht hören, ohne zu bekennen, wie wir uns vor den Völkern der Erde am Frieden Christi und am Wort von der Versöhnung schuldig gemacht haben. Schuld aber wird nicht verjährt oder vergessen, Schuld muss vergeben werden. Dazu hat Gott das Wort von der Versöhnung unter uns aufgerichtet. Es bezeugt, dass in Jesus Christus die gegen Gott und gegeneinander rebellierende Welt zum Frieden Gottes gerufen und dass die Versöhnung in Jesu Kreuz und Auferstehung wirklich geschehen ist. Dies im Glauben anzunehmen, rettet uns vom ewigen Gericht, dass wir um unsere Schuld willen verdient haben.

Wir können aber die Versöhnung, die Gott uns anbietet, für uns nur annehmen, wenn wir selber Werke des Friedens und Schritte zur Versöhnung tun. Dazu möchte ich in dreifacher Weise rufen:

  • 1.

    Weil wir Deutsche durch unsere militärische Gewalt an den anderen Völkern so schrecklich schuldig geworden sind, sollte jetzt auch bei uns der Anfang gemacht werden zu einem atomwaffenfreien, entmilitarisierten Raum, der sich als ein Bereich des Friedens auf andere Gebiete der Erde heilend ausbreiten könnte.

  • 2.

    Mit der äußeren Entwaffnung allein ist es nicht getan. Damit sollte Hand in Hand gehen eine Absage an jede Form des kalten Krieges. Wer um die Versöhnung weiß, die in Christus geschehen ist, sollte unmöglich den verlästern und verteufeln können, für den unser Herr sein Leben gab. Lasst uns um Seinetwillen damit Schluss machen, die Ehre des andern, wer er auch sei und wo er auch lebe und welchen Glaubens er auch sei, herabzusetzen, lasst uns vielmehr darum bemüht sein, ihn zu entschuldigen, Gutes von ihm zu reden und alles zum Besten zu kehren (Luther: Erklärung zum 8. Gebot)!

  • 3.

    Das muss im kleinen, persönlichen Bereich beginnen. Lasst uns mit erfinderischer Liebe darauf aus sein, in unseren Gemeinden und Häusern Friedlose zum Frieden zu bringen und Unfriedlichen zur Versöhnung untereinander zu helfen! Welch notwendiger Dienst des Friedens ist das! Lasst uns in der Nachfolge des Herrn lieber Unrecht leiden, als unser Recht mit Gewalt durchzusetzen! Lasst uns dessen gewiss sein, dass jedes noch so geringe Werk des Friedens und der Versöhnung unter der besonderen Verheißung des Herrn steht, der für die Versöhnung der Welt den Kreuzestod starb!

»Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahrt werden unversehrt, unsträflich auf die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.« (1. Thess. 5, 23)

In seinem Namen verbunden grüßt euch | Euer Bischof | gez. Dr. Jänicke

Anlage 2 zur Information Nr. 700/64

Abschrift Brief des Bischofs Krummacher

Der Bischof zu Greifswald | Greifswald, 20.8.1964

Meine lieben Amtsbrüder

Von Herzen hoffe ich, dass viele von Ihnen in diesen Sommerwochen eine Zeit stiller Besinnung und Erholung für Leib und Seele gehabt haben. Im Rückblick auf den Sommer, der sich jetzt dem Ende zuneigt, wollen wir für zwei Geschenke Gottes, die von großem geistlichen Gewicht für die Gemeinden unserer Kirche sind, besonders dankbar sein. Ich denke an unseren 3. Landeskirchentag im Juni und an die Bibelrüstzeiten unserer Jungen Gemeinde im Juli und August. Das Echo des Landeskirchentags und meine mehrfachen Besuche in den Bibelrüstzeitenheimen unseres Kirchengebietes haben mich darin bestärkt, dass wir Gott für solche Zeichen christlichen Lebens ernstlich danken sollten. Der geistliche Impuls, den viele junge Christen durch die Lebensgemeinschaft unter Gottes Wort neu empfangen haben, und die geistlichen Erfahrungen, die vielen Gemeindegliedern besonders in der Bibelarbeit und in den Arbeitsgruppen des Kirchentages geschenkt sind, wollen nun in den kommenden Monaten in den einzelnen Gemeinden recht bedacht werden. Wir sollten diesen Gemeindegliedern, die an solchem geistlichen Erleben Anteil hatten, seelsorgerlich nachgehen. Wir werden die Erfahrungen machen, dass sich das auch in der Mitarbeit im täglichen Gemeindeleben fruchtbar auswirkt.

Auf dem Landeskirchentag hat sich auch gezeigt, wie dankbar viele Gemeindeglieder für die Verkündigung in der Plattdeutschen Sprache waren. Deshalb mache ich Sie aufmerksam auf das schöne Büchlein des alten Arztes und pommerschen Pastorensohnes Bernhard Trittelvitz10: »Ich heff en goden Stüürmann | Fröhliche Andachten up pommersch Plattdütsch und en poor Riemels un Psalms dorto« | (Evangelische Verlagsanstalt Berlin).

Da erfahrungsgemäß das plattdeutsche Schrifttum sehr bald vergriffen ist, empfehle ich baldige Bestellung.

Im Blick auf die kirchliche Unterweisung, die mit Christenlehre und Konfirmandenunterricht im September wieder beginnt, wünsche ich Ihnen allen, meine Brüder und Schwestern, Zuversicht und auch die Erfindungsgabe der Liebe, die den Eltern und den getauften Kindern, auch den Schulanfängern, nachgeht und sie unter Überwindung mancher äußerer Hemmnisse einlädt. Wir Pfarrer müssen dabei unseren Katecheten treulich zur Seite stehen, und die Amtsbrüder, die keine katechetischen Helfer haben, werden die Christenlehre als einen ihrer vornehmlichsten Dienste ansehen. Wenn wir in unserer Kirche mit Entschlossenheit an der Taufe der Kinder festhalten, verpflichtet uns das gleichzeitig, die christliche Erziehung der Getauften und Jugendlichen in die Mitte unserer Gemeindearbeit zu stellen.

Und nun stehen wir in diesen August- und Septembertagen unter der schweren Erinnerung an den Beginn der beiden Weltkriege vor 25 und 50 Jahren. Wir Älteren wissen aus eigenem schmerzhaften Erleben, wie viel Schuld, Leid und Schmerz mit diesen Erinnerungen verbunden ist. Aber auch die Jüngeren unter uns haben schon in ihrer Jugend und Kindheit die tiefen Wunden verspürt, die uns und vielen Menschen in anderen Völkern durch uns geschlagen sind. Über die ernsten historischen und politischen Fragen, die uns in diesem Zusammenhang bewegen, will ich jetzt nichts sagen. Wohl aber möchte ich Sie alle, meine lieben Brüder und Schwestern, bitten, in diesen erinnerungsschweren Wochen sowohl in der Verkündigung wie auch in Ihren persönlichen Gesprächen mit Gemeindegliedern Ihren seelsorgerlichen Auftrag recht wahrzunehmen. Das erfordert von jedem Seelsorger, dass er sorgsam und gewissenhaft den Menschen hilft, die gemeinsame Schuld unseres Volkes nicht zu verschweigen, sondern die Folgen zu tragen in der demütigen Beugung unter die gewaltige Hand Gottes, der auch im Gericht dennoch der Gott der Gnade ist. Mit unserem Volk haben wir auch die Trennung vieler Familien und den Verlust der Heimat von Millionen von Menschen zu tragen als das, was Gott uns infolge vergangener Schuld zu tragen auferlegt hat. Die Antwort des Christen auf solche Lasten, die Gott uns auferlegt, darf nicht Hass oder Resignation oder eine billige Illusion sein. Vielmehr haben wir nach dem zu trachten, was dem Frieden dient! Sie wissen, dass unsere Kirchenleitungen und unsere Synoden gemeinsam mit den großen ökumenischen Zusammenschlüssen, denen unsere Landeskirche angehört, dem ökumenischen Rat der Kirchen und dem Lutherischen Weltbund, seit Jahren immer wieder die Menschen, die Völker und die Staatsmänner gemahnt haben, der gefährlichen Illusion den Abschied zu geben, als wenn ein Krieg oder gar ein Atomkrieg ein Mittel zur Lösung politischer Spannungen sein könnte. Die Kirche Jesu Christi hat zwar keine politischen Machtmittel, sie kann auch schwer politische Ratschläge im Einzelnen geben. Wohl aber haben wir als Christen unermüdlich daran zu erinnern, dass Gott, der Herr aller Menschen, nicht Krieg und Zerstörung, sondern Frieden und Versöhnung will. Wenn in unserem eigenen Volk und in allen Völkern sich immer mehr eine Atmosphäre wirklicher Verständigungsbereitschaft und Versöhnung statt entstellender Propaganda durchsetzt, so kann sich daraus für die ganze Menschheit eine öffentliche Atmosphäre echten Verstehens und Friedens ausbreiten, sodass es unmöglich wird, mit politischer Gewalt oder gar mit den Mitteln eines Atomkrieges Menschen und Völker erneut in unübersehbares Unheil zu stürzen.

Um aber in rechter seelsorgerlicher Weise den Menschen helfen zu können, möchte ich uns allen das in Erinnerung rufen, was bereits 1945 die verantwortlichen Männer der Evangelischen Kirche in Deutschland stellvertretend für uns alle gesagt haben:

  • »Wir bekennen unsere Schuld und beugen uns unter die Last ihrer Folgen. Aus der Tiefe schauen wir auf zu Christus, dem Gekreuzigten. Er allein rettet uns. Er tritt für uns ein. Er vergibt uns.«

  • »Heute bekennen wir: Längst, ehe Gott im Zorn sprach, hat er uns gesucht mit dem Wort seiner Liebe, und wir haben es überhört. Längst, ehe Kirchen in Schutt sanken, waren Kanzeln entweiht und Gebete verstummt. Hirten ließen die Herden verschmachten, Gemeinden ließen ihre Pfarrer allein.« (Treysa, August 1945)11

  • »Mit großem Schmerz sagen wir: Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben. Wir hoffen zu Gott, dass durch den gemeinsamen Dienst der Kirchen dem Geist der Gewalt und der Vergeltung, der heute von neuem mächtig werden will, in aller Welt gesteuert werde und der Geist des Friedens und der Liebe zur Herrschaft komme, in dem allein die gequälte Menschheit Genesung finden kann.« (Stuttgart, Oktober 1945)12

Wenn wir aus seelsorgerlicher Verantwortung als rechte Hirten unserer Gemeinden diese Worte für uns erneut in stiller Besinnung bedenken, dann wird uns auch für unsere heutige Verkündigung und Seelsorge das rechte Wort gegeben werden.

Ich schreibe Ihnen allen diesen Brief, weil ich voraussichtlich Ende dieses Monats an der diesjährigen Sitzung des Exekutivkomitees des Lutherischen Weltbundes in Island teilzunehmen habe und daher nur schriftlich das aussprechen kann, was unser Herz bewegt.

In brüderlicher Verbundenheit | Ihr | Krummacher

An alle Geistlichen Amtsträger des Kirchengebietes

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    27. August 1964
    Einzelinformation Nr. 701/64 über Verbindungen von Funktionären der FDP und anderen politischen Kreisen Westdeutschlands und Westberlins zu Prof. Dieckmann
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    27. August 1964
    Einzelinformation Nr. 698/64 über die Entgleisung eines Transportzuges der NVA auf der Strecke Halle – Sangerhausen