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Rettungsflug der Interflug nach Kabul über Stuttgart

16. Juli 1976
Information Nr. 522/76 über die Durchführung eines Rettungsfluges der Interflug nach Kabul (Afghanistan) mit Zwischenlandung in Stuttgart (BRD)

Am 15. Juli 1976, gegen 19.30 Uhr wandte sich die »Deutsche Rettungsflugwacht e.V., German AIR-Rescue«, 7000 Stuttgart 23, Flughafen, Postfach 23 01 27, in einem Fernschreiben an die Interflug und bat um die Durchführung eines Rettungsfluges durch die Interflug nach Kabul (Afghanistan), um von dort verunglückte Personen einer Westberliner Reisegesellschaft (4 Schwerverletzte, 6 Leichtverletzte sowie 4 weitere nicht verletzte Personen) abzuholen.

Seitens der Rettungsflugwacht wurde darum ersucht, dass die Interflug-Maschine zunächst nach Stuttgart fliegt, um von dort medizinische Geräte, Ärzte und Schwestern aufzunehmen.1

Nach Absprache des Stellvertreters des Ministers für Verkehrswesen, Gen[ossen] Dr. Henkes, mit dem Minister für Verkehrswesen, Gen[ossen] Arndt, sowie mit dem diensthabenden Minister im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Gen[ossen] Grunert, wurde der Durchführung des Fluges zugestimmt.

Am 15. Juli 1976, um 23.55 Uhr, startete eine TU-134 – Kennzeichen DM-SCT – nach Stuttgart. Die Landung in Stuttgart erfolgte um 1.05 Uhr.

Für den Flug wurde eine doppelte Besatzung eingesetzt, worunter sich einige, auf ihre unbedingte Zuverlässigkeit mehrfach überprüfte Angehörige der Interflug befinden. Außerdem wurde ein überprüfter zuverlässiger Arzt des medizinischen Dienstes des Verkehrswesens, Direktion zivile Luftfahrt, sowie ein Westberliner Arzt [Name] an Bord genommen.

Das Flugzeug der Interflug soll am 17. Juli 1976 (Uhrzeit noch nicht bekannt) wieder auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld landen, von wo aus die verletzten Westberliner Bürger nach Westberlin gebracht werden sollen.

Die Kosten für den Flug (etwa 80 000 Mark) trägt die »Deutsche Rettungsflugwacht«.

  1. Zum nächsten Dokument Explosion auf einem Truppenübungsplatz der US-Armee in Westberlin
    17. Juli 1976
    Information Nr. 519/76 über die ernsthafte Gefährdung von Leben und Gesundheit von Bürgern der DDR durch Folgeerscheinungen einer Explosion auf dem Truppenübungsplatz der USA-Armee in Berlin (West), Lichterfelde Süd
  2. Zum vorherigen Dokument Beabsichtigte Ausreise des Schriftstellers Siegmar Faust
    16. Juli 1976
    Information Nr. 521a/76 über die beabsichtigte Übersiedlung des ehemaligen Strafgefangenen Faust aus Heidenau, Kreis Pirna, Bezirk Dresden in die BRD [Erste Fassung – Kurzfassung]