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Statistik erwartete Westbesucher – DDR (Pfingsten 1976) – mit Transit

2. Juni 1976
Information Nr. 422/76 über den Umfang der zu erwartenden Einreisen von Personen aus nichtsozialistischen Staaten und mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die DDR sowie des Transitverkehrs zwischen der BRD und Westberlin in der Zeit vom Freitag, dem 4. Juni bis Montag, dem 7. Juni 1976 (Pfingstzeitraum)

Auf der Grundlage der Erfahrungswerte aus den Einreisen von Personen aus nichtsozialistischen Staaten und mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die DDR im Vergleichszeitraum 1975 und unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungstendenzen der Einreisen im Jahr 1976 ist damit zu rechnen, dass in der Zeit vom 4. Juni 1976 bis 7. Juni 1976 insgesamt ca. 222 000 bis 242 000 Personen (60 000–70 000 Pkw) aus nichtsozialistischen Staaten und mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die DDR, einreisen werden, davon

  • ca. 86 000 bis 92 000 Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin (19 000–23 000 Pkw),

  • ca. 116 500 bis 128 000 Bürger der BRD (38 000–43 000 Pkw),

  • ca. 19 500 bis 22 000 Bürger anderer nichtsozialistischer Staaten (3 000–4 000 Pkw).

Die Einreisen werden sich wie folgt auf die einzelnen Tage in der Zeit vom 4. Juni bis 7. Juni 1976 verteilen:

[Datum]

Gesamt-Personen
(Pkw)


davon ca. Personen aus Westberlin


davon ca. Personen aus BRD


davon ca. Personen anderer nichtsoz. Staaten

Freitag, 4.6.1976

ca. 58 000–62 000

10 000

45 000

5 000

Sonnabend, 5.6.1976

ca. 83 000–89 000

34 000

46 000

6 000

Sonntag, 6.6.1976

ca. 57 000–63 000

34 000

21 000

5 500

Montag, 7.6.1976

ca. 24 000–28 000

11 000

10 500

4 500

Von der Gesamtzahl der zu erwartenden ca. 222 000 bis 242 000 Einreisen (60 000–70 000 Pkw) aus nichtsozialistischen Staaten und Westberlin werden ca. 122 500 bis 128 500 Personen (ca. 29 000–33 000 Pkw) in die Hauptstadt der DDR, Berlin, einreisen, davon

  • ca. 58 000 bis 61 000 Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin (ca. 12 000–15 000 Pkw),

  • ca. 48 000 bis 51 000 Bürger der BRD (ca. 13 000–15 000 Pkw),

  • ca. 16 500 Bürger anderer nichtsozialistischer Staaten (ca. 3 500 Pkw).

(Die Aufschlüsselung der Einreisen in die Hauptstadt der DDR, Berlin, auf die einzelnen Tage ist aus der Anlage ersichtlich.)

Bei der Erarbeitung der Prognose über die zu erwartenden Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin wurde wie bisher berücksichtigt, dass auch die mit dem Ziel der Weiterreise in die Nord- und Südbezirke der DDR erfolgenden Einreisen zunächst die Hauptstadt der DDR (Durchreise und möglicher Aufenthalt) belasten können.

Ca. 7 500 Bürger der BRD (ca. 3 500 Pkw) werden während der Zeit vom 4. Juni bis 7. Juni 1976 zu einem Tagesaufenthalt in grenznahe Gebiete der DDR einreisen.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Umfang und der Entwicklung des Transitverkehrs zwischen der BRD und Westberlin ist damit zu rechnen, dass in der Zeit vom 4. Juni bis 7. Juni 1976 im Transitverkehr zwischen der BRD und Westberlin und in umgekehrter Richtung ca. 322 000 bis 332 000 Personen (ca. 108 000–115 000 Kfz) reisen werden, davon

  • in die Verkehrsrichtung BRD – Westberlin ca. 145 000 bis 150 000 Personen (ca. 50 000–53 000 Kfz),

  • in die Verkehrsrichtung Westberlin – BRD ca. 177 000 bis 182 000 Personen (ca. 58 000–62 000 Kfz).

Schwerpunkte der Abfertigung und Abwicklung des Transitverkehrs werden Freitag, 4. Juni 1976 (114 000–116 000 Personen, 38 000–40 000 Kfz) [und] Montag, 7. Juni 1976 (101 000–105 000 Personen, 34 000–36 000 Kfz) bilden.

An allen Grenzübergangsstellen der DDR wurden entsprechende Maßnahmen getroffen, um den zu erwartenden starken Einreise- und Transitverkehr weitgehend zügig und reibungslos abzufertigen.

Dennoch muss trotz des maximalen Kräfteeinsatzes der Pass- und Zollkontrollorgane erneut damit gerechnet werden, dass insbesondere an den Schwerpunkttagen, Freitag, den 4. Juni 1976, Sonnabend, den 5. Juni 1976 und Sonntag, den 6. Juni 1976 vor allem an der Grenzübergangsstelle Wartha bestimmte Wartezeiten und zeitweilige Staubildungen auftreten können, da diese Grenzübergangsstelle aufgrund ihrer Kapazität und räumlichen Beschaffenheit nicht in der Lage ist, das absehbar hohe Verkehrsaufkommen jederzeit ohne Verzögerung zu bewältigen.

Unter diesen Bedingungen können sich die bei verstärktem Einreise- und Transitverkehr auftretenden Wartezeiten von ca. 15 Minuten zeitweilig erheblich verlängern.

Des Weiteren muss aufgrund der bisherigen Erfahrungen damit gerechnet werden, dass durch eine ungenügende Verkehrslenkung der zuständigen Organe der BRD und Westberlins negative Auswirkungen auf die zügige und reibungslose Abfertigung an den Grenzübergangsstellen der DDR auftreten können.

Im Zusammenhang mit der Grundüberholung der Autobahn Berliner Ring – Marienborn ist vorgesehen, die damit verbundenen Verkehrsbeschränkungen für den Pfingstzeitraum zeitweilig aufzuheben.

  1. Zum nächsten Dokument Tagung der Synode der EKU in Westberlin, 21.–23.5.1976
    8. Juni 1976
    Information Nr. 423/76 über die Tagung der Synode der Evangelischen Kirche der Union (EKU ) in der BRD und Westberlin vom 21. bis 23. Mai 1976 in Westberlin
  2. Zum vorherigen Dokument Statistik erwartete Westbesucher – Ostberlin (Pfingsten 1976)
    2. Juni 1976
    Information Nr. 421/76 über den Umfang der zu erwartenden Einreisen von Bürgern nichtsozialistischer Staaten und von Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in der Zeit vom Freitag, dem 4. Juni [1976] bis Montag, dem 7. Juni 1976 (Pfingstzeitraum) in die Hauptstadt der DDR, Berlin