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Aufträge und Engagements von Künstlern der DDR in der Bundesrepublik

4. Dezember 1981
Information Nr. 610/81 über verstärkte Aktivitäten gegnerischer Kräfte zur Veranlassung von Theaterschaffenden der DDR, Engagements an Theatern und bei Filmgesellschaften in der BRD und Westberlin zu übernehmen

[Faksimile des Deckblatts der Anlage]

Dem MfS vorliegenden Hinweisen zufolge sind in letzter Zeit verstärkte Aktivitäten leitender Mitarbeiter von Theatern und Filmunternehmen der BRD und Westberlins festzustellen, um Schauspieler und Regisseure der DDR zum Abschluss vertraglicher Bindungen mit von ihnen geleiteten Institutionen zu bewegen.

Durch lukrative Angebote für Filmrollen und Theaterengagements wird dabei versucht, vor allem publikumswirksame, renommierte Schauspieler und Regisseure der DDR zu gewinnen, um dadurch die Aufmerksamkeit von Teilen der DDR-Bevölkerung auf die mit diesen Schauspielern/Regisseuren der DDR erfolgten Inszenierungen, z. B. im BRD-Fernsehen, zu erreichen, im kulturellen Bereich der DDR und über westliche Medien unter der DDR-Bevölkerung politisch-ideologisch zersetzend zu wirken, die Thesen vom angeblichen Fortbestand der einheitlichen deutschen Kulturnation und der sogenannten Verödung der sozialistischen Kultur der DDR zu bekräftigen sowie den imperialistischen Kulturbetrieb in der BRD und Westberlin auf Kosten der DDR attraktiver zu gestalten und gleichzeitig das künstlerische Niveau des Theater- und Filmschaffens in der DDR zu senken.

Die Angebote beziehen sich sowohl auf die Übernahme von Hauptrollen in klassischen Theaterstücken; sie sind aber teilweise auch zielgerichtet auf die Einbeziehung in solche Produktionen abgesteckt, die einen antisozialistischen, direkt oder unterschwellig gegen Teilbereiche der Politik der DDR gerichteten Inhalt haben.

Wie weiter bekannt wurde, versuchen Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR wie Girardet,1 Staar2 und Rieger3 in persönlichen Gesprächen mit DDR-Kulturschaffenden ständig, vorhandene Schwierigkeiten und Unzufriedenheit in diesen Kreisen zu erkunden und geben zum Teil Verhaltenshinweise bzw. bieten ihre Unterstützung an.

Beispielsweise nutzen sie dafür auch Empfänge in der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR sowie gegenseitige Besuche in Wohnungen von Mitarbeitern der Ständigen Vertretung bzw. in Privatwohnungen von Künstlern der DDR – so u. a. mit Jutta Wachowiak,4 Eberhard Esche5 und Frank Beyer6 –, wobei sie das Thema insbesondere auf Fragen der Perspektive des künstlerischen Schaffens in der DDR lenken, offensichtlich in der Absicht, Grundhaltungen und Ansatzpunkte für das weitere Vorgehen gegenüber diesen Personenkreisen zu testen.

Das besondere Interesse der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR an der kulturpolitischen Entwicklung in der DDR widerspiegelt sich u. a. darin, dass – streng internen Hinweisen zufolge – in der politischen Abteilung der Ständigen Vertretung gegenwärtig an einer Gesamteinschätzung über das Filmschaffen in der DDR gearbeitet wird. Diese Einschätzung soll Aussagen treffen über kulturpolitische Zielsetzungen und Vorhaben, über die Struktur bis hin zur »sozial-psychologischen Wirksamkeit« des Filmwesens in der DDR.

Durch Mitarbeiter der Ständigen Vertretung werden in diesem Zusammenhang verstärkt Kontakte zu im Filmwesen der DDR tätigen Personen gesucht bzw. erweitert, um entsprechende Informationen zu erlangen.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR gegenüber bestimmten Kulturschaffenden – z. B. dem Schauspieler Armin Mueller-Stahl7 und dem Schriftsteller Erich Loest8 – enge persönliche Beziehungen herstellten, die so weit reichten, dass sie vor deren Ausreise aus der DDR in die BRD (längerfristige Aufenthalte in der BRD mit Genehmigung der zuständigen staatlichen Organe der DDR) ihre Vermittlung an Kulturinstitutionen der BRD übernahmen und als deren direkte Berater bei der Übersiedlung fungierten. Für Loest setzte sich z. B. auch der ehemalige Leiter der BRD-Vertretung, Gaus, persönlich ein, um ihm eine »weitere schriftstellerische Perspektive« zu gewährleisten. Armin Mueller-Stahl wurde eine vorläufige Wohnung in Westberlin beschafft.

Verstärkt ist zu verzeichnen, dass Intendanten von Theatern der BRD und Westberlins sowie Filmproduzenten, vorwiegend aus Westberlin, wie Boy Gobert9 (»Schiller-Theateatr« und »Staatliche Schauspielbühnen«), Fritz Hübner10 (»Freie Volksbühne«), Regina Ziegler11 (Ziegler-Filmproduktion) bekannten Schauspielern in der DDR lukrative Rollenangebote bzw. Engagements unterbreiten, denen diese überwiegend sehr aufgeschlossen gegenüberstehen und auch nachkommen.

(Als Anlage wird eine Übersicht über bisher bekannt gewordene angebotene und realisierte Verpflichtungen von Regisseuren und Schauspielern der DDR in der BRD bzw. in Westberlin beigefügt.)

Weiterhin ist bekannt, dass Filmszenarien, deren Inhalt gegen ausgewählte gesellschaftliche Bereiche in der DDR gerichtet ist und die geeignet erscheinen, das Konzept von der sogenannten einheitlichen deutschen Kulturnation zu fundamentieren, für das BRD-Fernsehen verfilmt werden, wobei vorzugsweise »Arbeiten« von Autoren Verwendung finden, die als DDR-Bürger zeitweise in der BRD leben. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass dafür auch bevorzugt Regisseure und Schauspieler aus der DDR verpflichtet werden. So produzierte der Westdeutsche Rundfunk 1981 den inzwischen über ARD ausgestrahlten Fernsehfilm »Die zweite Haut«12, der die Darstellung der »Vereinsamung des Menschen« beinhaltet, wie sie nach Auffassung der Produzenten in beiden deutschen Staaten vorhanden sei. (Drehbuch: Klaus Poche;13 Musik: Günther Fischer;14 Kamera: Günter Marczinkowsky;15 Regie: Frank Beyer; Hauptdarsteller: Angelica Domröse16 und Hilmar Thate17)

Der am 9. September 1981 über ARD ausgestrahlte Fernsehfilm »Der König und sein Narr« (Autor: Martin Stade;18 Szenarium: Ulrich Plenzdorf;19 Regie: Frank Beyer) behandelt anhand eines historischen Stoffes aus der Geschichte Preußens das Verhältnis zwischen Geist und absolutistischer Macht.

Internen Hinweisen zufolge beabsichtigt der Opernregisseur Götz Friedrich20 (nach seinem ungesetzlichen Verlassen der DDR im Januar 1973 Oberspielleiter der Staatsoper Hamburg, seit August 1981 Generalintendant der »Deutschen Oper« in Westberlin), künftig auch Künstler aus der DDR für die Oper in Westberlin zu engagieren, wobei er entsprechend seinen Äußerungen Kontakte zu ihm aus der DDR bekannten Künstlern, deren hoher Ausbildungs- und Leistungsstand ihm bekannt ist, nutzen will. Götz Friedrich ließ verlauten, dass er die Tradition der »Komischen Oper« unter Prof. Walter Felsenstein,21 mit dem er längere Zeit gemeinsam gearbeitet hatte, nunmehr an der »Deutschen Oper« Westberlin weiterführen möchte. Er ist daran interessiert, sich Möglichkeiten zu erschließen, um das Opern- und Theaterleben in der DDR aus nächster Nähe persönlich verfolgen und evtl. auch an der »Semper-Oper« in Dresden nach deren Wiederaufbau als Opernregisseur gastieren zu können.

Bei Arbeitsaufenthalten von Theaterschaffenden der DDR in der BRD und Westberlin ist eine gezielte politisch-negative Beeinflussung durch solche ehemaligen bzw. zeitweise in der BRD aufhältlichen DDR-Theaterschaffenden, wie Manfred Krug,22 Armin Mueller-Stahl, Thomas Brasch,23 Katharina Thalbach24 und andere, feststellbar.

So trafen beispielsweise nach der Premiere des von Thomas Brasch geschriebenen Filmes »Engel aus Eisen« im Mai 1981 in Westberlin die Schriftsteller Jurek Becker25 und Thomas Brasch mit den Schauspielern Angelica Domröse, Hilmar Thate und Monica Bielenstein26 zusammen, wobei u. a. auch darüber gesprochen wurde, wie und auf welche Weise man am günstigsten in der BRD und Westberlin beruflich vorwärts kommt.

Der Schauspieler Manfred Krug traf in den Jahren 1980 und 1981 mehrere Male mit dem Regisseur Frank Beyer und Armin Mueller-Stahl zusammen.

Offensichtlich mit der Zielstellung, weitere Kulturschaffende aus der DDR zur Ausreise in die BRD zu inspirieren, veranlassen westliche Massenmedien bekannte Schauspieler, Autoren und Regisseure zu öffentlichen Bekundungen hinsichtlich der Gründe ihres Wegganges aus der DDR bzw. der Arbeitsmöglichkeiten in der BRD und in Westberlin. Dabei spielen Argumente über angeblich fehlende Angebote in der DDR und größerer künstlerischer Möglichkeiten in der BRD und in Westberlin eine wesentliche Rolle.

Angelica Domröse erklärte: »Wenn man nicht mehr gebraucht wird, dann sollte man gehen … Ich bin auf einem total neuen Trip: Neue Menschen, neue Impulse. Nun warte ich auf neue Höhen.« (»Stern« Nr. 42 vom 9.10.1980)

Hilmar Thate zeigte sich »überrascht, dass selbst so prominente Theaterleute wie Zadek27 oder Boy Gobert (in Westberlin) viel unfertiger sind und offener für neue Gedanken … Die Lust am Denken, deren Mangel er in den letzten Jahren in Ost-Berlin schmerzlicher empfand als alle materiellen Mängel, ist wiedererwacht«. (»Westfälische Rundschau« vom 21.3.1981)

Der Theaterautor Stefan Schütz28 äußerte: »Ich meine, ich sollte dort leben und arbeiten, wo ich gespielt werde. In der DDR wurden meine Stücke nicht gespielt, hier bemüht man sich um sie.«

Ute Birnbaum,29 Regisseurin (Ehefrau des Schütz) ergänzte: »Man kann in der DDR künstlerisch nicht frei arbeiten«. (NRZ vom 28.12.1980)

Begünstigend für die Bestrebungen gegnerischer Kräfte, DDR-Künstlern Angebote in der BRD und Westberlin zu unterbreiten, wirkt sich aus, dass einige Künstler, insbesondere Theater- und Filmschaffende, über längere Zeit in der DDR nicht genügend beruflich ausgelastet sind.

Eine Reihe profilierter Künstler der DDR ist der Meinung, das Fehlen guter literarischer Vorlagen für mehr Theater-, Film- und Fernsehstoffe sei eine Ursache für unzureichende Rollenangebote; andererseits wäre in der DDR ein »Überangebot« guter Schauspieler vorhanden, insbesondere in einer bestimmten Altersstruktur, sodass die wirklich »renommierten« Bühnen in der DDR mit dem Rollenangebot nicht nachkämen und mit den laufenden Stücken ausgelastet seien. Das Angebot an Rollen, bezogen auf einen bestimmten Schauspielertyp, sei unzureichend, im Gegensatz zur BRD, wo den »Star-Schauspielern zugeschneiderte Rollen« zur Verfügung gestellt würden.

Diese »Argumente« werden von einigen Künstlern nach vorliegenden Hinweisen als »Vorwand« genutzt, sich Angeboten aus der BRD und aus Westberlin gegenüber aufgeschlossen zu zeigen.

Begünstigend wirken bei dem politisch-ideologisch wenig gefestigten Teil von Theater- und Filmschaffenden offensichtlich übersteigerte materielle Interessen, der Anreiz, in den Besitz von westlicher Währung zu kommen und ihr Geltungsbedürfnis, auch in der BRD, in Westberlin und anderen westlichen Ländern populär zu sein. Nach wie vor besteht unter dem Teil der Theater- und Filmschaffenden der DDR mit ungefestigten politischen Grundpositionen die Meinung, die Bestätigung für eine wirklich gute künstlerische Ausübung des Berufes nur dadurch zu finden, »wenn man künstlerisch auch im Westen besteht« und »dort gefragt ist«.

Gleichzeitig wird von diesen Schauspielern und Kulturschaffenden darauf verwiesen, dass die Zunahme westlicher Film-, Fernseh- und Musikproduktionen in DDR-Massenmedien, in Filmtheatern und im Rundfunk eine Einschränkung ihrer eigenen künstlerischen Betätigungsmöglichkeiten nach sich zöge.30

Hinweise darüber, dass DDR-Schauspieler und Regisseure über mangelnde Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten verfügen, liegen u. a. vor bei:

  • Klaus Tragelehn31 – Regisseur (inzwischen mit längerfristigem Visum in der BRD tätig)

  • Margit Bendokat-Gosch32 – Schauspielerin Deutsches Theater

  • Jürgen Gosch33 – Schauspieler und Regisseur (inzwischen mit längerfristigem Visum in der BRD tätig)

  • Jürgen Holtz34 – Schauspieler: Volksbühne

  • Angelika Waller35 – Schauspielerin: Berliner Ensemble

  • Annemone Haase36 – Schauspielerin: Deutsches Theater

  • Marianne Wünscher37 – Schauspielerin: Volksbühne

In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass die Schauspieler Wolf Kaiser,38 Ursula Karusseit39 und Winfried Glatzeder40 aufgrund mangelnder künstlerischer Arbeitsmöglichkeiten in der DDR nach Gelegenheiten suchen, in der BRD oder Westberlin Engagements zu erhalten.

Anlage zur Information Nr. 610/81

Bisher bekannt gewordene angebotene und realisierte Verpflichtungen von Regisseuren und Schauspielern der DDR in der BRD bzw. in Westberlin

[Faksimile des Deckblatts der Anlage]

Regisseure

Berghaus, Ruth41 – Inszenierung der »Zauberflöte« am Opern-Haus in Frankfurt/M. 1980

Inszenierung der »Salome« am Nationaltheater Mannheim, Saison 1981/82

Beyer, Frank – Fernsehfilm »Der König und sein Narr« für den WDR, Ausstrahlung: 9.9.1981, ARD

Fernsehfilm »Die zweite Haut«, Ausstrahlung: 8.11.1981, ARD

Birnbaum, Ute –Inszenierung von »Heloisa und Abaelard« an den Münchener Kammerspielen

Inszenierung des »Odysseus« an den Wuppertaler Bühnen 1981

Brasch, Thomas – Inszenierung »Lovely Rita« am Schiller-Theater Westberlin 1978

Inszenierung des Stückes von Brasch »Lieber Georg« an den Bochumer Kammerspielen durch Karge42/Langhoff43 1980

Film »Engel aus Eisen« 1981

Film »Vor den Vätern sterben die Söhne« 1981

Dresen, Adolf44 – seit 1977 zahlreiche Inszenierungen am Wiener Burgtheater und Wiener Akademietheater sowie in Hamburg und Bochum

ab Spielzeit 1981/82 alleiniger Leiter des Schauspielhauses in Frankfurt/M.

Günther, Egon45 – Fernsehserie »Exil«, Ausstrahlung ab 25.4.1981 durch ARD

Karge, Manfred/Langhoff, Matthias – Inszenierungen »Lieber Georg« 1980 am Bochumer Schauspielhaus

»Woyzeck« 1980 am Bochumer Schauspielhaus, »Platonow« 1981 an den Münchner Kammerspielen

»Kirschgarten« 1981 am Bochumer Schauspielhaus

Karge wirkte als Schauspieler bei dem Stück »Heber Georg« von Brasch mit

Kirst, Dieter46 – Inszenierung von »Traumulus« am »Thalia«-Theater Hamburg 1980

Kupke, Peter47 – Inszenierung von »Xerxes« am Kleinen Haus in Gelsenkirchen

Langhoff, Thomas48 – Inszenierung von »Drei Schwestern« 1980 an den Städtischen Bühnen Frankfurt/M.

vorgesehene Inszenierungen von »Coriolan« / Brecht und »Verschwörung des Fiesco von Genua« am Theater in Wien 1982/83

Müller, Heiner49 – Inszenierungen:

»Hamletmaschine« 1980 am Frankfurter Kammerspiel

»Mauser« 1980 am Kölner Schauspielhaus

»Der Auftrag« 1981 am Frankfurter Kammerspiel

»Quartett« 1981 in den Bochumer Kammerspielen

Solter, Friedo50 – Inszenierung von »Elektra« 1980 am Bonner Stadttheater Angebot zur Inszenierung von »Mann ist Mann« in Bonn

Schütz, Stefan – zurzeit beschäftigt an den Wuppertaler Bühnen, Aufführung seiner Stücke an verschiedenen Bühnen der BRD sowie in London und Basel (»Majakowski«, »Der Hahn«, »Kohlhaas«, »Die Amazonen«, »Heloisa und Abaelard«, »Odysseus«)

Stolper, Armin – Inszenierung von »Das Naturkind« 1980 am Städtebundtheater Hof

Tragelehn, B. K. – Inszenierung von »Tartuffe« 1980 am Frankfurter Schauspielhaus

Inszenierung von »Quartett« 1981 in den Bochumer Kammerspielen

Schauspieler

Domröse, Angelica – 1979/80 beschäftigt am »Thalia«-Theater Hamburg, ab 1.8.1980 »Schiller«-Theater Westberlin

Rollen in »Faust«/Hamburg 1979/80

in »Lulu«/»Schiller«-Theater Westberlin 1981

Filme:

»Der Galgensteiger« (Schweiz) 1980

»Don Quichottes Kinder« 1980

»Die zweite Haut« 1981

Glatzeder, Winfried – Angebot zur Beschäftigung durch das »Schiller«-Theater Westberlin

Hoffmann, Jutta51 – »Freie Volksbühne« Westberlin, Hauptrolle in »Platonow«

Keller, Inge52 – Angebot durch Rolf Schneider53 zur Mitwirkung in »Mainzer Republik« in Mainz

Angebot einer Hauptrolle in »Ärzte« an der »Freien Volksbühne« in Westberlin

Angebote wurden nicht angenommen

Krößner, Renate54 – Filmangebot durch die Ziegler-Filmproduktion Westberlin zur Übernahme einer Hauptrolle in einem Film über ehemalige DDR-Bürger

Karusseit, Ursula – Angebot der Staatlichen Schauspielbühnen Westberlin zur Übernahme einer Hauptrolle in »Sommernachtstraum« (September 1981)

Thalbach, Katharina – 1977/78 Film »Fluchtweg nach Marseille«

1977/78 Film »Winterspelt«

1978 Rolle in »Lovely Rita« Schiller-Theater Westberlin

1978 Film »Das 2. Erwachen der Christa Klages«

1979/80 »Käthchen von Heilbronn« in Köln

1981 »Penthesilea« am »Schiller«-Theater WB

1981 Film »Engel aus Eisen«

Thate, Hilmar – Filme:

»Der Galgensteiger« (Schweiz) 1980

»Engel aus Eisen« 1981

»Die zweite Haut« 1981

ab 1.8.1980 »Schiller«-Theater Westberlin

Mueller-Stahl, Armin – 1980 Fernsehfilm ZDF »Die längste Sekunde«

1981 Film »Lola«

(nach eigenen Angaben habe er seit 1980 in insgesamt 7 Fernsehfilmen mitgewirkt, die z. T. noch nicht ausgestrahlt worden seien)

1980 Herausgabe seines Buches »Verordneter Sonntag«,55 das »seine Geschichte« von der Unterzeichnung des »Biermann-Briefes« bis zum Erhalt der längerfristigen Ausreisegenehmigung schildert (verschlüsselte hinterhältige Aussagen zur Kulturpolitik der DDR).

  1. Zum nächsten Dokument Bevölkerungsreaktionen zum Treffen Honecker und Schmidt (1)
    5. Dezember 1981
    Erste Hinweise zur Reaktion der Bevölkerung der DDR zum Treffen Honecker – Schmidt [Bericht O/104a]
  2. Zum vorherigen Dokument Statistik Einnahmen Mindestumtausch (23.11.–29.11.1981)
    3. Dezember 1981
    Information Nr. 620/81 über die Entwicklung der Einnahmen aus der Durchführung des verbindlichen Mindestumtausches für die Zeit vom 23. November 1981 bis 29. November 1981