Zur Beurteilung der Situation in der DDR
1. November 1954
Informationsdienst Nr. 2354b zur Beurteilung der Situation in der DDR
Die Lage in Industrie, Verkehr, Handel und Landwirtschaft
Industrie und Verkehr
Die Gespräche über politische Tagesfragen sind weiterhin gering. Besonders wird noch über die Note der SU diskutiert.1 Überwiegend sind die Diskussionen positiv. Inhaltlich haben sich gegenüber den Vortagen keine Änderungen ergeben. So äußerte z. B. eine Kollegin aus der Schuhfabrik »Motor«, Kreis Weißenfels, [Bezirk] Halle: »Mich erfüllt die neue Note mit großer Freude, weil die Sowjetregierung die einzige Siegermacht ist, welche sich ständig um die Einheit Deutschlands bemüht. Ich bin überzeugt, dass die Bemühungen die Freundschaft im Monat der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft noch mehr vertiefen wird. [sic!]«2
Ein parteiloser Arbeiter aus dem VEB Plamag Plauen, [Bezirk] Karl-Marx-Stadt: »Ich hoffe, dass die Außenminister im November zusammenkommen und das Deutschlandproblem endlich gelöst wird. Hoffentlich wird eine Einigung erzielt, denn die Einheit Deutschlands und der Abzug der Besatzungstruppen liegen uns allen am Herzen.«
Ein Kollege aus der Farbenfabrik Wolfen, [Bezirk] Halle: »Ich bin nur gespannt, wie die Westmächte die Vorschläge der SU aufnehmen werden. Alle Welt hat jetzt wieder gesehen, dass man die Friedensvorschläge der SU nicht einfach totschweigen kann.«
Verschiedentlich äußert man Zweifel über einen Erfolg der Note, wie z. B. ein Elektriker aus dem VEB »Heinrich Rau«, [Bezirk] Potsdam: »Molotow3 allein kann auch nichts ändern, wenn die Westmächte anderer Meinung sind. Die wollen ja gerade, dass sich die Deutschen untereinander nicht einig werden.« Ähnlich äußerte sich eine Gruppe Arbeiter aus der Maxhütte Unterwellenborn, [Bezirk] Gera.
Feindliche Meinungen wurden nur ganz vereinzelt geäußert wie folgende Beispiele zeigen.
Ein Meister aus dem VEB »Heinrich Rau«, [Bezirk] Potsdam: »Die sollen erst mal die Oder-Neiße-Grenze revidieren und dann können sie verhandeln.«
Bei der Bau-Union Frankfurt/Oder, Baustelle Autobahn, wo viele ehemalige Umsiedler arbeiten, wird die Meinung vertreten: »Über die Note und über die Saar wird viel Geschrei gemacht,4 die großen Gebiete hinter der Oder-Neiße-Friedensgrenze erwähnt man jedoch nicht.«
Im Fischkombinat Rostock und in der Volkswerft Stralsund nehmen Diskussionen über die Wohnraumverteilung einen größeren Umfang ein. So wird von verschiedenen Arbeitern der Volkswerft erklärt, sie hätten den Eindruck, dass man »regelrecht mit den Wohnungen jongliert. Mal wird ihnen eine Wohnung zugesprochen, dann wieder abgelehnt. Danach werden sie vertröstet und so geht es weiter.«
Im VEB Böhlen5 werden in verschiedenen Abteilungen Lohnforderungen gestellt. So wurde z. B. vor einigen Tagen von den E-Lokführern der III. Schicht verlangt, dass die Stunden für die Unfallbelehrung nach Schichtschluss zu bezahlen sind. Ein E-Lokführer erklärte: »Was würdet ihr machen, wenn wir einfach stehenbleiben? Dann würde die Betriebsleitung von ganz alleine kommen.«
Im VEB Waggonbau Niesky sind in den letzten Tagen verstärkte Diskussionen über Lohn- und Normenfragen aufgetreten. Ein Brigadier äußerte z. B.: »Wir dürfen nicht mehr über 150 Prozent Normerfüllung bringen, denn was darüber ist, wird sowieso gestrichen.«
Eine Missstimmung besteht unter den Kollegen des Kraftwerkes Deuben, [Bezirk] Halle, infolge Ausfalls zahlreicher Kessel, da ihnen monatlich bis zu 100 DM Lohn verloren gehen.
Eine Fluktuation wegen zu geringer Bezahlung besteht unter den Arbeitern der Bauindustrie Halle.
In der Maschinenfabrik VEB Pressenwerk in Bad Salzungen, [Bezirk] Suhl, stehen zzt. 30 fertige Pressen, die noch nicht abverfügt wurden. 15 Pressen davon befinden sich schon seit April 1954 dort.
Wegen Gasmangel bestehen im Spritzgusswerk Harzgerode, [Bezirk] Halle, Produktionsschwierigkeiten. Die Gaszufuhr von Magdeburg und Böhlen ist ausgefallen. Das Spritzgusswerk kann die Importaufträge nicht vertragsgemäß erfüllen.
Materialmangel besteht im Waggonbau Dessau an Schrauben und im kommunalen Baubetrieb Sangerhausen an Rüstholz. Dadurch verzögern sich in letzterem Falle die Arbeiten für den Energiebau im Kaliwerk Roßleben um acht Wochen.
Im VEB Tuchfabrik Malchow, [Bezirk] Neubrandenburg, bestehen Schwierigkeiten in der Wollversorgung, wodurch die Termine nicht eingehalten werden können.
Produktionsstörungen
Auf dem Rangierbahnhof des Leuna-Werkes stieß ein Kesselwagen-Vollzug mit abgestellten Waggons zusammen, wodurch drei volle Wagen, drei Güterwagen und drei leere Kesselwagen entgleisten und umkippten und die Lokomotive stark beschädigt wurde, Sachschaden ca. 100 000 DM. Ursache: Grobe Fahrlässigkeit von zwei Weichenstellern (wurden festgenommen).
Im Walzwerk des Edelstahlwerkes Döhlen,6 [Bezirk] Dresden, musste seit Inbetriebnahme der Walzenstraße diese das vierte Mal außer Betrieb gesetzt werden, da am 29.10.[1954] das Untergewölbe des Stoßofens brach. Dazu wird angegeben, dass der Ofen eine Fehlkonstruktion sei, sodass laufend solche Vorfälle eintreten werden. Die jetzige Reparatur kostet ca. 20 000 DM.
Im VEB Gummiwerk Heidenau, [Bezirk] Dresden, brach am 29.10.1954 durch starke Abnutzung ein Anschlagstift der großen Cordschneidemaschine, wodurch diese außer Betrieb gesetzt wurde.
Handel und Versorgung
Die teilweise bestehenden Mängel in der Versorgung machen sich wie folgt bemerkbar.
Im Kreis Lübz, [Bezirk] Schwerin, fehlt es an Hülsenfrüchten, Nährmitteln, Fischkonserven und Bockwürsten. Im Kreis Eisleben, [Bezirk] Halle, an Fischkonserven und Eiern.
In der Konsumgenossenschaft Halle haben 800 Konsumenten wegen schlechter Belieferung der Kartoffeln reklamiert. Daraufhin wurden die genussuntauglichen Kartoffeln aus den verschiedenen Haushalten abgeholt. Da beim Austausch der Kartoffeln die finanzielle Frage nicht geklärt ist, hat der Konsum bei 25 Ztr. Kartoffeln nur 20 Ztr. zurückgeliefert. Diese Maßnahme ruft bei der Bevölkerung Missstimmung hervor.
Für den Fuhrpark der Konsumgenossenschaft Kreis Kamenz, [Bezirk] Dresden, fehlt Benzin. Vier Kfz sind bereits stillgelegt.
In den Landgemeinden des Bezirkes Schwerin fehlen Wassereimer, Emaillegeschirr usw.
Landwirtschaft
Der Umfang der Diskussionen zur Sowjetnote ist weiterhin gering, jedoch überwiegend positiv und stammt hauptsächlich aus dem sozialistischen Sektor der Landwirtschaft. Teilweise liegt die geringe Beteiligung am Nachlassen der politischen Arbeit wie z. B. in einer großen Anzahl von Kreisen des Bezirks Potsdam, wodurch viele Bauern keine Kenntnis von den neuesten politischen Ereignissen haben.
Im Bezirk Schwerin verpflichteten sich die Mitglieder und Saisonarbeiter der LPG »Rotes Banner«, Kreis Lübz, geschlossen in die DSF einzutreten, um die neue Sowjetnote zu unterstützen.
Die feindlichen Stellungnahmen sind nur vereinzelt. In einer Bauernversammlung in Hohenkuhnsdorf,7 [Kreis] Herzberg, [Bezirk] Cottbus, wurde negativ zur Sowjetnote diskutiert. Einige Bauern sagten, dass man uns doch nun auch die Ostgebiete wieder zurückgeben könnte.
Vorwiegend befasst sich die Landbevölkerung mit wirtschaftlichen Fragen.
Aus dem Versuchsgut Siptenfelde, [Bezirk] Halle, kommen Klagen über den Leiter dieses Gutes. Durch sein Verschulden sind ca. 50 t Saatkartoffeln wegen unsachgemäßer Lagerung auf dem Felde erfroren, obwohl auf diese unsachgemäße Lagerung hingewiesen wurde.
Die Mitglieder der LPG Lübs, [Kreis] Ueckermünde, [Bezirk] Neubrandenburg, sind mit der Arbeit ihres Vorsitzenden nicht zufrieden, da er sich sehr wenig um die Belange der LPG kümmert. Die Frau des LPG-Vorsitzenden sagte zu Mitgliedern, dass ihr Mann sich mit den Genossenschaftsbauern nicht mehr herumärgern wird, wenn er sein Eigenheim fertig hat.
Die Verbreitung der Schweinepest ist im Bezirk Magdeburg noch nicht zurückgegangen. Ein Schwerpunkt bildet der Kreis Klötze, wo allein im Monat Oktober auf vier LPG infolge Schweinepest 15 Schweine verendeten und 220 dem Seuchenschlachthof zugeführt werden mussten. Zurzeit sind noch zwölf Ortschaften des Kreises von der Schweinepest betroffen.
Am 26.10.[1954] wurde unter dem Schweinbebestand der LPG Neuwalde, [Bezirk] Neubrandenburg, die Schweinepest festgestellt. Der Schweinebestand betrug 43 Stück, davon sind 17 verendet und 26 mussten notgeschlachtet werden.8
Die LPG »Freundschaft« in Deetz, Kreis Zerbst, [Bezirk] Magdeburg, erhielt am 19. Juni 1954 eine Großkartoffelsortiermaschine mit Motorantrieb. Auf dem Transport vom Herstellerbetrieb zur Bahnstation wurde der Benzinmotor aus der Maschine gestohlen. Alle Reklamationen bei der Reichsbahn und alle Bemühungen bei dem Herstellungsbetrieb wegen eines Ersatzmotors blieben ohne Erfolg, sodass die Kartoffelsortiermaschine nicht eingesetzt werden kann. Lieferwerk der Sortiermaschine ist der VEB Landmaschinenbau Gützkow/Mecklenburg und das Herstellerwerk für Motoren, der VEB Motorenwerk Karl-Marx-Stadt.
Übrige Bevölkerung
Der Umfang der Diskussionen über die Note der SU an die Westmächte ist weiterhin verhältnismäßig gering, jedoch überwiegend positiv. In den meisten Stellungnahmen wird betont, dass es immer wieder die SU ist, die sich für die Belange des deutschen Volkes einsetzt. Zum Beispiel sagte ein Einwohner (parteilos) aus Weiseld,9 [Bezirk] Suhl: »Ich freue mich über die Note der SU. Sie beweist immer wieder, dass sie ständig für den Frieden eintritt und bestrebt ist, Deutschland in jeder Weise zu unterstützen.«
Ein Einwohner aus Leipzig: »Am politischen Himmel stehen wieder einmal recht böse Wolken. Ich bin jedoch Optimist, zumal unser Molotow, der geschickteste und erfolgreichste Diplomat der Gegenwart, eine neue Viererkonferenz angeregt hat und die Einheit Deutschlands als Gegenzug unbedingt durchsetzen will.«
Ein Rentner aus Bad Lauchstädt, [Bezirk] Halle: »Die neue Note der SU und die Volkswahlen sind schwere Schläge gegen die Kriegshetzer. Die Forderung nach Abzug der Besatzungstruppen wird den Imperialisten immer mehr zum Verhängnis. Die SU beweist erneut die Freundschaft mit dem deutschen Volk und allen friedliebenden Menschen.«
Einige Personen lassen erkennen, dass sie ebenfalls den Vorschlägen der SU zustimmen, aber bezweifeln, dass sie dazu beitragen werden, den Machenschaften Adenauers10 Einhalt zu gebieten, da wahrscheinlich die Westmächte nicht darauf eingehen würden. Zum Beispiel sagte ein Einwohner aus Frankfurt/Oder: »Was im Westen unserer Heimat vor sich geht, kann kein vernünftig denkender Mensch gutheißen, denn die Saar war und ist deutsch und muss es auch bleiben. Ob aber Adenauer durch die neue Note der SU an der Durchsetzung seiner Pläne gehindert wird, bezweifle ich.«
Über die Volkswahl wird nur noch vereinzelt gesprochen,11 meist in negativer Form über die Wahlhandlung. Zum Beispiel sagte ein Angestellter von der HO aus Annaberg, [Bezirk] Karl-Marx-Stadt: »Die Art der Wahl war eine einzige Herabwürdigung des ganzen Volkes, denn man hatte ja nicht einmal das Recht, mit Ja oder Nein zu stimmen.«
Eine Hausfrau aus Annaburg, [Bezirk] Cottbus, sagte, dass die Wahl nicht gültig sei, da man nicht das wählen konnte, was man ursprünglich wollte.
Ein Gewerbetreibender aus Wriezen, [Bezirk] Frankfurt: »Das war überhaupt keine Wahl, denn solche Methoden kann man bei einem Volk anwenden, welches nicht lesen und schreiben kann.«
In den Diskussionen über wirtschaftliche Fragen steht vielfach die mangelhafte Kohlen- und Kartoffelversorgung im Vordergrund. Darüber herrscht verschiedentlich Verärgerung unter der Bevölkerung. Zum Beispiel werden in der Stadt Leisnig, [Bezirk] Leipzig, heftige Diskussionen darüber geführt, dass die gelieferten Winterkartoffeln zentnerweise im Keller verfaulen.
In der Stadt Altenburg sind die Hausfrauen über die sehr schlechte Belieferung mit Winterkartoffeln verärgert. Bis jetzt erfolgte die Belieferung erst zu ca. 50 Prozent. Die Ursachen sind auf Transportmittelschwierigkeiten zurückzuführen. Das Gleiche trifft auf die Gemeinde Threna, [Bezirk] Leipzig, zu. Dort hat der größte Teil der Bevölkerung ebenfalls noch keine Winterkartoffeln. Die Ursache soll die schlechte Planung der HO und des Konsums sein.
Im Kreis Zerbst, [Bezirk] Magdeburg, werden einige Gemeinden sehr schlecht mit Brennmaterial beliefert. Zum Beispiel erfolgte die Belieferung in der Gemeinde Steutz erst zu 50 Prozent. Es werden hierüber viele unzufriedene Stimmen laut.
Im Kreis Bernau, [Bezirk] Frankfurt, macht sich jetzt nach der Wahl bemerkbar, dass verschiedentlich Rundfunkabbonements bei der Post abbestellt werden. Dies wird meist damit begründet, dass sich die Störungen des RIAS auch auf die demokratischen Sender auswirken würden.12
Organisierte Feindtätigkeit
Hetzschriftenverteilung
SPD-Ostbüro:13 Frankfurt 100, Magdeburg 100.
KgU:14 Halle 52.
NTS:15 Halle 5 000, Erfurt 140.
In tschechischer Sprache: Dresden 400.16
»Freie Junge Welt«:17 Frankfurt 60.
Die Hetzschriften wurden in den meisten Fällen mittels Ballons eingeschleust und sichergestellt.
Antidemokratische Tätigkeit: In Freienwalde, [Bezirk] Frankfurt, wurde die Hetzlosung »NTS – Kampf gegen den Kommunismus« angeschmiert.
In einem Hausflur in Görlitz, [Bezirk] Dresden, wurde ein Plakat aus dem Jahre 1936 mit dem Text »Freiheit und Brot« gefunden.
In einer Kfz-Werkstatt in Güstrow, [Bezirk] Schwerin, wurde in eine frisch verputzte Wand ein Hakenkreuz gekratzt.
Im VEB »Heinrich Rau«, [Kreis] Königs Wusterhausen, [Bezirk] Potsdam, wurde folgende Hetzlosung an die Tür einer Frauentoilette geschmiert: »Weg mit Wilhelm Pieck18 und Grotewohl19 – die Wahl war ein großer Betrug – unsere Fahne ist die Union Jäck [sic!].«
Diversion: In der Buntweberei und Färberei Neugersdorf, [Kreis] Löbau, [Bezirk] Dresden, wurden am 26.10.1954 während der Schichtpause an den Webstühlen eines Genossen mehrere Kettfäden zerrissen, wodurch größerer Arbeitsausfall entstand.
Anlage vom 1. November 1954 zum Informationsdienst Nr. 2354b
Westberliner Stimmen zu den Wahlen am 5. Dezember [1954] in Westberlin20
Die Beteiligung der SED an den Senatswahlen ist Gegenstand vieler Diskussionen in den verschiedensten Bevölkerungskreisen. In positiven Stellungnahmen wird zum Ausdruck gebracht, dass die SED bestimmt nicht schlecht abschneiden wird und dass es nur zu begrüßen wäre, wenn sie ein paar Sitze im Senat erhalten würde. Zum Beispiel sagte eine Verkäuferin: »Es wäre gut, wenn die SED einige Sitze erobern würde. Dies wäre eine gute Bremse für die Westpolitiker mit ihrem Größenwahn. Da hier keine andere Partei meine Sympathie hat, wähle ich die SED.«
Einige Kollegen der BVG waren der Meinung, dass die SED hätte schon an den früheren Wahlen teilnehmen müssen, dann wäre die Lage in Westberlin schon längst geklärt. Gerade jetzt, wo mit dem Aufbau einer neuen Wehrmacht begonnen wird,21 könne bei der Wahl nur noch die SED infrage kommen, denn sie sei die Partei, die tatsächlich für die Erhaltung des Friedens kämpft.
Ein Angestellter vom Senat erklärte, dass für ihn nur die Wahl der SED infrage käme. Die Berichte über den »Osten« bezeichnete er als »Lug und Trug« und führte u. a. an, dass es nicht wahr sei, dass es im »Osten« Arbeitslose gibt. Außerdem sei er der Auffassung, dass sich der Kommunismus durchsetzen wird.
Bei einem Treffen ehemaliger »324er«22 waren mehrere der Ansicht, dass die CDU an Stimmen verlieren und die SPD gewinnen wird. Die SED würde eine größere Anzahl Stimmen verbuchen können aufgrund der Arbeitslosigkeit, der unsozialen Verhältnisse und vor allem wegen der Skandale im Senat.23
Ein Eisenbahner brachte zum Ausdruck, dass er die SED wählen wird, obwohl ihm noch lange nicht alles gefällt.