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Lage in der DDR (2) 27.10.

27. Oktober 1956
Information Nr. 283/56 – Betrifft: Die Lage in der Deutschen Demokratischen Republik (vom 27.10.1956, 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr)

I. Lage in der Industrie

Bezirk Rostock

In der Neptun-Werft Rostock herrscht seit einigen Tagen große Unzufriedenheit aufgrund des Materialmangels sowie über die durch Stromsperren notwendig gewordenen Nachtschichten. Aus der E-Schweißerei wurden bereits Diskussionen bekannt, deshalb »vor das Verwaltungsgebäude zu ziehen«.

Bezirk Magdeburg

Aus dem VEB Eisenwerk West Calbe, [Kreis] Schönebeck, wird bekannt, dass unter parteilosen Arbeitern die Meinung vorhanden ist, die Losung »Proletarier aller Länder vereinigt Euch«1 durch die Worte »Gespräch mit dem Westen« zu ersetzen. Aus dem VEB (K) Bau Halberstadt, IFA Gleitlagerwerk Osterrück sowie unter den Arbeitern der Stadtverwaltung, wurden in den letzten Tagen verstärkte Lohnforderungen bekannt. Unter den Bauarbeitern der Magdeburger Baustellen (besonders der Wohnungsbauten) wird in den letzten Tagen, die Diskussion geführt, von den übergeordneten Leitungen Material, besonders Zement zu fordern. Der Stadt Magdeburg fehlen 4 000 t Zement. Einige Bauarbeiter erklärten, bei Nichtanlieferung von Material auf der Straße zu demonstrieren. (Der genaue Umfang dieser Diskussionen ist noch nicht bekannt.)

Bezirk Karl-Marx-Stadt

Im Bahnhof Karl-Marx-Stadt-Hilbersdorf sind unter den Beschäftigten der Güterabfertigung aufgrund von Differenzen in Norm- und Lohnfragen Anzeichen einer Streikbewegung vorhanden.

Bezirk Berlin

Seit 25.10.1956 arbeitet der größte Teil der Beschäftigten im VEB Stern-Radio Berlin-Weißensee infolge Materialmangel nicht mehr. Facharbeiter und Meister lehnen Ausgleichsarbeiten ab. Unter den Arbeitern werden Vergleiche zur Lage in Polen gezogen.2 Das Werk soll am 29.10.1956 von einer polnischen Delegation besucht werden.

II. Landwirtschaft

Potsdam

26.10.1956: Im VEG Zermützel, [Kreis] Neuruppin, war bis vor einigen Tagen kein Politikleiter eingesetzt. Jetzt treten die Jugendlichen offen gegen diesen auf. Sie haben ihm schon Prügel angeboten. Es handelt sich hier um keine persönlichen Abneigungen, sondern die Jugendlichen lehnen allgemein einen Politleiter ab. Ein Erfasser aus Falkensee,3 [Kreis] Gransee, teilte mit, dass die Bauern aus Kleinmutz am 25.10.1956 keine weiteren Produkte abliefern wollten, da sie abwarten wollten, wie sich die Ereignisse in Polen und Ungarn entwickeln würden. Vielleicht käme bei uns das Gleiche. In der Gemeinde Ziesar, [Kreis] Brandenburg, diskutierten mehrere Personen wir folgt: »Es ist gut, dass Polen und Ungarn sich gegen das ihnen auferlegte Joch auflehnen,4 dadurch können wir auch bald unser Joch ablegen. Polen wird jetzt von Amerika unterstützt und da wird Polen ganz abgeriegelt, sodass der ›Russe‹ nicht mehr weiß, wo er hin soll. Dass Polen jetzt andere Ansichten bekommen hat, wird auch Zeit, denn dadurch können die Grenzen, die 1945 festgelegt wurden, als ungültig erklärt werden.«

Karl-Marx-Stadt

25.10.1956: Unter den Bauern der Bezirkskreise wird gefordert, das Getreidesoll stark zu reduzieren.

Gera

25.10.1956: In der Gemeinde Hohendorf, [Kreis] Eisenberg, wird von einigen Bauern die Meinung vertreten, dass wohl in zwei Jahren bei uns auch keine LPG mehr bestehen würden.

III. Versorgung

Gera

26.10.1956: In Zeulenroda kam es wiederholt wegen Mangel an Butter zu langen »Schlangen«. Vor den Fischgeschäften in Schleiz standen die Menschen nach Karpfen an. Mehrere Hausfrauen aus Zeulenroda diskutierten: »Dass nun, nachdem in Polen und Ungarn was los ist, auch bei uns Butter ja sogar Bohnenkaffee zu haben ist. Erst wird bei uns gesagt, es ist nichts da und plötzlich wird es verkauft. Wahrscheinlich muss öfters so ein Ding wie der 17.6. losgelassen werden, denn damals war auch alles da.«

Magdeburg

26.10.1956: Der Laborleiter im Eisenwerk West/Calbe, Kreis Schönebeck, erklärte, dass die Stimmung der Bevölkerung sehr schlecht sei, was sich nach den Ereignissen in Ungarn auswirken könnte. In Schönebeck soll es Schwierigkeiten in der Versorgung, vor allen mit Kohle und Kartoffeln, geben (wurde im Lagebericht von 26.10.1956 Nr. 279/56 vom Bezirk Potsdam bereits einmal berichtet). Im Kreis Zerbst ist die Margarineversorgung schlecht. Zwei Arbeiterinnen aus der Celluloid-Warenfabrik erklärten, dass wahrscheinlich die ganze Margarine nach Magdeburg gebracht würde, um die Arbeiter nach dem Streik zu beruhigen.5

Karl-Marx-Stadt

25.10.1956: In den Handelsobjekten gab es in den letzten Tagen wieder heftige Diskussionen über die Auszahlung der Quartalsprämien. Die Arbeiter und Angestellten erklärten, sie könnten nicht verstehen, dass nur diejenigen eine Prämie erhalten, die schon hohe Gehälter bekämen. Weiterhin ist vor allen im Genossenschaftlichen Handel verstärkt Republikflucht festgestellt worden. Im ersten Quartal 1956 verließen 44 Personen die DDR und im dritten Quartal 1956 waren es 87 Personen, davon allein im September 45. In der Hauptsache sind es Verkaufskräfte und Angestellte mit niedrigen Gehältern.

Potsdam

26.10.1956: Vor einigen Tagen wurde die Fleischerei-Produktionsstätte in Senzig, [Kreis] Königs Wusterhausen, geschlossen. Ursache war, dass dort sehr unsauber gearbeitet wurde und das Fleisch vergiftet war. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen des Betriebes Salmonellen festgestellt. Durch Infektion wurden diese auf die hergestellten Waren übertragen. Diese Ware ist nicht unter die Bevölkerung gelangt.

Stimmung zu den Ereignissen in Polen und Ungarn

Die Stimmung der Bevölkerung hat sich nicht verändert. Den größten Raum nehmen weiterhin die RIAS-Argumente ein. Es mehren sich die Äußerungen, dass es bei uns auch allmählich Zeit würde, dass Walter Ulbricht abgelöst wird. Neue Argumente sind:

  • Wann wird endlich dem Spitzbart das Handwerk gelegt.6

  • Ulbricht soll dahin gehen, wo er hergekommen ist.7

  • Warum greift die Sowjetarmee in Ungarn ein. Die sollten sich die amerikanische Armee zum Vorbild nehmen, die bei Streiks in Westdeutschland noch nie eingegriffen hat.

  • Es beweist sich immer wieder, dass die Arbeiter nicht fähig sind, den Staat zu leiten.

Vor ca. vier bis fünf Tagen sprachen auf einer Pressekonferenz in Leipzig Angehörige einer polnischen Journalistendelegation ihre Verwunderung darüber aus, dass Genosse Ulbricht immer noch an der Spitze der SED steht und eine Umbesetzung nötig wäre.

In der Gemeinde Diesdorf, [Kreis] Salzwedel, [Bezirk] Magdeburg, hat der Vorsitzende der Sparte Schießen der Gesellschaft für Sport und Technik den gesamten ehemaligen Schützenverein der Gemeinde um sich geschart. Er führt seine Übungen meist zu einem Zeitpunkt durch, wo Parteiversammlungen stattfinden.

IV. Feindtätigkeit

Flugblattverbreitung

Berlin

Am 26.10.1956 wurde in Berlin ein neuer Hetzfragebogen des Äquators-Verlages festgestellt,8 der folgende Punkte beinhaltet:

  • »1.

    Halten Sie den Volksaufstand in Posen9 für eine

    • a)

      Provokation ausländischer Agenten?

    • b)

      Unwillenskundgebung der hungernden Bevölkerung?

    • c)

      echte Demonstration der Polen gegen die sowjetische Bevormundung?

  • 2.

    Halten Sie die Lage der polnischen Bevölkerung wirklich für so schlecht, wie es den Anschein hat?

  • 3.

    Wussten Sie, dass der Lebensstandard der Bevölkerung in der Sowjetzone höher ist als in Polen?

  • 4.

    Könnte es Ihrer Meinung nach in der Sowjetzone ebenfalls zu Unruhen kommen, ausgelöst durch

    • a)

      internationale Veranstaltungen?

    • b)

      zu hohe Arbeitsnormen?

    • c)

      unzureichende Versorgung der Bevölkerung?

    • d)

      Abkehr vom Persönlichkeitskult?

  • 5.

    Halten Sie das Gerücht von Ulbrichts bevorstehender Ablösung für begründet?

  • 6.

    Ist Ulbricht so unbeliebt, wie es den Anschein hat?

  • 7.

    Hat Togliatti10 Ihrer Ansicht nach Recht mit seiner Kritik an den Initiatoren des XX. Parteitages?11

  • 8.

    Halten Sie die Durchführung der titoistischen Linie12 auch in der Sowjetzone für

    • a)

      wünschenswert?

    • b)

      möglich?

  • 9.

    Ist Ihrer Meinung nach die Politik der USA in der deutschen Wiedervereinigung falsch?

  • 10.

    Würde es ein Fortschritt für die Wiedervereinigung sein, wenn Bundeskanzler Adenauer13 abgelöst würde?

  • 11.

    Ist Ihrer Meinung nach die Annahme des Wehrpflichtgesetzes in der Bundesrepublik eine berechtigte Folge der Gründung der ostdeutschen Volksarmee?14

  • 12.

    Welcher Beitrag in dem vorliegenden »Fernschreiber« hat Ihnen am besten gefallen?«15

Hetzlosungen

Frankfurt/O.

Am 26.10.1956 wurde im Bahnbetriebswagenwerk Frankfurt/O. festgestellt, dass im Bremserhäuschen des leeren Kesselwagens R 800 von Leuna nach Brest,16 eine Hetzlosung angeschrieben war. Sie lautete: »Gruß aus Leuna«. Diese Losung befand sich in einer mit Kreide angemalten Hakenkreuzfahne mit SS-Zeichen.

Halle

Am 26.10.1956 wurde im Hydrierwerk Zeitz im Bau 74 eine Hetzlosung an die Tür angeschmiert: »Iwan aus Deutschland raus«. Am 26.10.1956 wurden im Fortschrittschacht Eisleben in der Flügelförderung des Flügels 10 an zwei Leerwagen Hetzlosungen angeschmiert: »Kumpels macht es genauso wie die Kumpels in Ungarn. Fort mit Hammer und Sichel«; »Rettet Polen. In Polen geht die Sonne unter«

Leipzig

Am 25.10.1956 wurden an drei verschiedenen Stellen [im] Stadtgebiet von Leipzig Hetzlosungen, die eine üble Verleumdung gegen den Genossen W. Ulbricht zum Inhalt hatten, angeschmiert.

Gerüchte

Frankfurt/O.

In Stalinstadt verbreitete der Lokheizer K., Mitglied der SED, unter den Kumpels des Werkverkehrs Gerüchte über die Vorkommnisse in Ungarn. Des Weiteren sagte er unter anderem: »Man müsste zwei Stunden Feuerpause einlegen, um die Tausenden Toten und Verwundeten zu bergen.« In Zichow wurde das Gerücht im Umlauf gebracht, »dass sowjetische Soldaten die Kabel verlegt haben und den Bauern Tabak weggenommen haben«. In der Gemeinde Woltersdorf entstand das Gerücht, »dass die sowjetischen Truppen nach Polen hineingeschossen haben«. In fast allen Kreisen des Bezirkes ist sehr stark die Meinung unter der Bevölkerung vertreten, »dass die Ursachen zu den Vorkommnissen in Polen und Ungarn die schlechte Lebenslage gewesen ist«.

Magdeburg

Die Schreibkraft der BGL im VEB Werkzeugmaschinenwerk Zerbst verbreitete unter den Kollegen das Gerücht, dass sie im Rundfunk gehört habe, »dass in der Volksdemokratie Rumänien ebenfalls Unruhen ausgebrochen seien«.17 Ein weiteres Gerücht wird vom 2. Sekretär der BPO Maiswerk Zerbst verbreitet, »dass ein Minister unserer DDR mit 6 Millionen Westmark republikflüchtig geworden sei«.

Anonyme Anrufe

Halle

Am 25.10.1956 wurde eine Kollegin vom Wohnungsamt Köthen, Mitglied der SED, von einer unbekannten männlichen Person angerufen: »Ziehen sie sich an und machen sie sich langsam fertig, es ist bald so weit.« Am 27.10.1956, gegen 2.30 Uhr, erhielt der Verantwortliche des Kraftwerkes EKB Bitterfeld einen anonymen Anruf aus dem Werk, »dass Kraftwerk sofort stillzulegen, da gestreikt wird«.

Hetze der Westsender und Westpresse

Sender »Freies Berlin« am 26.10.1956, 19.30 Uhr: »… Während sich in Ungarn und Polen große Umwälzungen vollziehen, wartet das Pankower Regime ab und trifft Sicherheitsmaßnahmen. Jedermann in der Zone weiß, dass es auf den Spitzen der sowjetischen Bajonette sitzt. Die Geschichte lehrt, dass dies nicht von langer Dauer ist …«

RIAS am 27.10.1956, 15.35 Uhr: »… Wo bleibt angesichts der Vorgänge in Polen und Ungarn die Forderung des FDGB oder der SED, das noch immer stalinistische Regime der Sowjetzone schleunigst abzulösen. Wo bleibt eine sowjetzonaler Gomulka,18 der klipp und klar sagt, dass das Eintreten für höhere Löhne und gegen die Normenschrauben weder Landes- noch Hochverrat ist …« »… Die Sowjetzonenregierung verharrt stur auf ihrem arbeiterfeindlichen Kurs und bedroht die Arbeiter der Sowjetzone, die weder streiken noch demonstrieren, sondern diskutieren, mit dem Aufmarsch bewaffneter Kampfgruppen.19 Das ist keine Sprache, die man mit Arbeitern sprechen kann …«

»Telegraf« vom 27.10.1956: »… die schlotternde Angst davor, dass der Funke überspringen könne, bestimmt in Pankow seit Tagen alle Aktionen, so auch die demonstrative Herausstellung der Kampfgruppen. Es bedarf keiner Kenntnis der Verhältnisse in der Zone, dass mit den Kampfgruppen gerade die unsichersten Kantonisten im Sinne der SED als Verteidiger des Ulbricht-Grotewohl-Systems herausgestellt werden.«20

Fast alle Westzeitungen enthalten Notizen, dass die Bevölkerung des demokratischen Sektors in Westberlin Zeitungen holt, um sich über die Ereignisse in Ungarn zu informieren. Zum Beispiel schreibt die »BZ«: »Der Nachrichtenhunger der Bevölkerung, aber auch der Parteifunktionäre ist groß. Viele Ostberliner Betriebe schicken Boten nach Westberlin, um westliche Zeitungen zu kaufen …«21

Lage in Westberlin

Inoffiziell wurde bekannt, dass nach den misslungenen Putschversuchen in Polen und Ungarn eine Zusammenballung der Westberliner Polizeikräfte und des alliierten Militärs erfolgte. Die Einsatzpolizei in Berlin-Lankwitz22 (Baselerkaserne, Gallwitzallee)23 hat seit 18.10.1956 höchste Alarmbereitschaft. Er erfolgte auch eine Verstärkung durch westdeutsche Einheiten. Ein Posten äußerte: »Wir wissen nichts genaues, aber wir vermuten einen Sondereinsatz für das amerikanische Hauptquartier.« Auf dem Flugplatz Tempelhof sollen die weißen Amerikaner durch Neger ersetzt worden sein.

Aufgrund der Ereignisse in Polen wurde vom englischen Geheimdienst angewiesen, dass ihnen Flüchtlinge, die von der deutsch-polnischen Grenze kommen, sofort zuzuführen sind. Diese Personen sollen unverzüglich über Truppenbewegungen und Truppenkonzentrationen an der Grenze vernommen werden.

Des Weiteren interessiert sich der englische Geheimdienst für Personen aus folgenden Betrieben:

  • VEB Press- und Schilderwerke »Einheit« Brand-Erbisdorf24

  • VEB Apparate- und Rohrleitungsbau Mittweida25

  • VEB Waggonbau Bautzen

  • VEB Waggonbau und Reparaturwerk Altenburg

  • VEB Fahrradwerk Zella-Mehlis26

  • VEB Apparate- und Rohrleitungsbau Reinsdorf

  • VEB Pressstoffwerke Spremberg

  • VEB Metallschmelz- und Walzwerk Merseburg

  • VEB Strad-Werke, Rathenow27

  • VEB Hydrierwerk, Döberitz28

Alle Personen aus vorgenannten Betrieben, die sich in Westberlin als Flüchtlinge melden, müssen sofort dem englischen Geheimdienst zugeführt werden.

Am 26.10.1956 meldete der Leiter des Fundbüros Alexanderplatz, dass mit den Fundsachen vom Bahnhof Zoo drei Kartons Hetzstreuzettel übergeben wurden, die am 1.10.1956 zur Aufbewahrung in der Güterabfertigung des Bahnhofes Zoo abgegeben wurden.

Am 27.10.1956, 4.00 Uhr, wurden vom Reichsbahnwachdienst Bahnhof Neukölln29 auf dem Blumenbrett des Dienstraumes 30 Hetzschriften in russischer Schrift gefunden.

  1. Zum nächsten Dokument Lage an den Universitäten und Hochschulen
    28. Oktober 1956
    Information Nr. 285/56 – Betrifft: Lage an den Universitäten und Hochschulen der Deutschen Demokratischen Republik (Zusammenfassung)
  2. Zum vorherigen Dokument Stimmung zur Auszeichnung von Aktivisten
    27. Oktober 1956
    Information Nr. 282/56 – Betrifft: Stimmung zur Auszeichnung von Aktivisten am 13. Oktober 1956