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Zusammenstoß zweier Züge auf dem Bahnhof Oderberg

6. Januar 1964
Einzelinformation Nr. 16/64 über einen Zugzusammenstoß am 5. Januar 1964 auf dem Bahnhof Oderberg (Rbd-Bezirk Greifswald)

Am 5.1.1964, um 1.11 Uhr, fuhr der Durchgangsgüterzug 6783 im Bahnhof Oderberg (Nebenbahnstrecke Angermünde – Bad Freienwalde) bei der Einfahrt dem im Nachbargleis nicht grenzzeichenfrei stehenden Nahgüterzug N 8294 in die Flanke. Dadurch entstand bei einer Lok Totalschaden. Die andere Lok wurde stark beschädigt. Ferner wurden sieben Wagen (ein Packwagen, ein leerer X-Wagen, fünf mit Kali beladene O-Wagen) total zerstört. Vier weitere Güterwagen wurden stark beschädigt. Der geschätzte Schaden beträgt 200 TDM. Bis 12.00 Uhr musste die Strecke gesperrt werden. Personenschaden entstand nicht.

Der Unfall wurde durch die 18-jährige Weichenwärterin [Name 1, Vorname] aus Oderberg-Brawitz und den Rangierschaffner [Name 2, Vorname] aus Angermünde verursacht, die entgegen den Vorschriften nicht feststellten, ob der N 8294 grenzzeichenfrei stand. Die [Name 1] war seit drei Stunden, der [Name 2] seit zwei Stunden im Dienst, sodass Übermüdung nicht vorlag.

Gegen beide Personen wurde von der Trapo ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Transportgefährdung eingeleitet.

  1. Zum nächsten Dokument Pressegespräche mit Abusch und Wendt für »Zeit« und »Stern«
    7. Januar 1964
    Einzelinformation Nr. 17/64 über einen Vorschlag für ein Pressegespräch mit dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten Abusch und Staatssekretär Wendt für die Zeitschriften »Stern« und »Die Zeit«
  2. Zum vorherigen Dokument 14. Bericht zum Verlauf der Passierscheinerteilung
    6. Januar 1964
    14. Bericht Nr. 15/64 über den Verlauf der Maßnahmen zur Passierscheinerteilung und über die Einreise Westberliner Bürger in das demokratische Berlin