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Statistik erwartete Westbesucher – DDR (Pfingsten 1977)

23. Mai 1977
Information Nr. 340/77 über den Umfang der zu erwartenden Einreisen von Personen aus nichtsozialistischen Staaten und mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die DDR in der Zeit vom Freitag, dem 27.5.1977, bis zum Montag, dem 30.5.1977 (Pfingstzeitraum)

Auf der Grundlage der Erfahrungswerte aus den Einreisen von Personen aus nichtsozialistischen Staaten und mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die DDR im Pfingstzeitraum 1975 und 1976 sowie unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungstendenz der Einreisen im Jahre 1977 ist damit zu rechnen, dass in der Zeit vom 27.5.1977 bis 30.5.1977 insgesamt ca. 172 000–182 000 Personen (44 000–48 000 Pkw) (Einreisen im Pfingstzeitraum 1976: 197 209 Personen mit 54 815 Pkw) aus nichtsozialistischen Staaten und mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die DDR einreisen werden, davon

  • ca. 65 000–69 000 Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin (ca. 12 000–14 000 Pkw),

  • ca. 92 000–96 000 Bürger der BRD (ca. 29 000–31 000 Pkw),

  • ca. 15 000–17 000 Bürger anderer nichtsozialistischer Staaten (ca. 3 000 Pkw).

Die Einreisen werden sich wie folgt auf die einzelnen Tage in der Zeit vom 27.5.1977 bis 30.5.1977 verteilen:

[Datum]

Gesamt-Personen

(Pkw)

davon Personen aus Westberlin

davon Personen aus BRD

davon Personen anderer nichtsoz. Staaten

Freitag, 27.5.1977

41 000–44 000
(13 500–14 500)

7 500

31 000

4 000

Sonnabend, 28.5.1977

64 000–66 000
(17 500–18 500)

24 500

35 500

5 000

Sonntag, 29.5.1977

48 000–50 000
(9 500–10 500)

27 000

18 000

4 000

Montag, 30.5.1977

19 000–22 000
(3 500–4 500)

8 000

9 500

3 000

Von der Gesamtzahl der zu erwartenden ca. 172 000–182 000 Einreisen (44 000–48 000 Pkw) aus nichtsozialistischen Staaten und Westberlin werden ca. 70 000–80 000 Personen mit ca. 14 000–18 000 Pkw in die Hauptstadt der DDR, Berlin, einreisen, davon

  • ca. 31 000–36 000 Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin (ca. 5 000–7 000 Pkw),

  • ca. 28 000–32 000 Bürger der BRD (ca. 7 000–9 000 Pkw)

  • ca. 11 000–12 000 Bürger anderer nichtsozialistischer Staaten (ca. 2 000 Pkw).

Schwerpunkttage der Einreisen von Personen aus nichtsozialistischen Staaten und Westberlin in die Hauptstadt der DDR, Berlin, werden Sonnabend, der 28.5.1977, mit ca. 23 000 Personen (5 000 Pkw) und Sonntag, der 29.5.1977, mit ca. 26 000 Personen (5 000 Pkw) bilden.

Bei der Erarbeitung der Prognose über die zu erwartenden Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin wurde wie bisher berücksichtigt, dass auch die mit dem Ziel der Weiterreise in die Bezirke der DDR erfolgenden Einreisen zunächst die Hauptstadt der DDR (Durchreise und möglicher Aufenthalt) belasten können.

Ca. 7 000 Bürger der BRD (ca. 3 000 Pkw) werden während der Zeit vom 27.5.1977 bis 30.5.1977 zu einem Tagesaufenthalt in grenznahe Gebiete der DDR einreisen.

Darüber hinaus wird erwartet, dass im genannten Zeitraum ca. 35 000 Bürger der VR Polen und ca. 15 000 Bürger der ČSSR die DDR besuchen werden.

An allen Grenzübergangsstellen der DDR wurden entsprechende Maßnahmen getroffen, um die zu erwartenden starken Reiseströme in der Ein- und Wiederausreise weitgehend zügig und reibungslos abzufertigen.

Dennoch muss trotz maximalen Kräfteeinsatzes der Pass- und Zollkontrollorgane erneut damit gerechnet werden, dass an den Schwerpunkttagen der Einreise,

  • Freitag, den 27.5.1977,

  • Sonnabend, den 28.5.1977

sowie dem Schwerpunkttag in der Wiederausreise,

  • Montag, den 30.5.1977,

vor allem an der Grenzübergangsstelle Wartha bestimmte Wartezeiten und zeitweilige Staubildungen auftreten können, da es an dieser Grenzübergangsstelle aufgrund deren Kapazität und räumlichen Beschaffenheit nicht möglich ist, das absehbare starke Verkehrsaufkommen jederzeit ohne Verzögerung zu bewältigen. Unter diesen Bedingungen können sich insbesondere die bei verstärktem Wechselverkehr (Ein- bzw. Wiederausreise) auftretenden Wartezeiten von ca. 15 Minuten zeitweilig verlängern.

Im Zusammenhang mit der Grunderneuerung der Autobahn Berliner Ring–Marienborn sind im Interesse einer weitgehend zügigen Abwicklung der zu erwartenden starken Reiseströme für die Zeit vom 26.5.1977, 13.00 Uhr, bis 1.6.1977, 6.00 Uhr, umfangreiche verkehrsregulierende Maßnahmen vorgesehen. Mehrere Streckenabschnitte der grunderneuerten nördlichen Richtungsfahrbahn Berliner Ring–Marienborn werden für diesen Zeitraum in einer Gesamtlänge von 56,9 km zum Befahren (bei Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h und für einige Abschnitte auf 60 km/h) freigegeben.

Gleichzeitig wurden Vorkehrungen getroffen, bei möglicherweise auftretenden extremen Verkehrsbedingungen, Havarien oder Unfällen den Verkehr über die vorbereiteten Umleitungsstrecken zu leiten.

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    23. Mai 1977
    Information Nr. 341/77 über den Umfang der zu erwartenden Einreisen von Bürgern nichtsozialistischer Staaten und von Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in der Zeit vom Freitag, dem 27.5.1977, bis zum Montag, dem 30.5.1977 (Pfingstzeitraum), in die Hauptstadt der DDR, Berlin
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    [ohne Datum]
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