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Bericht über den Verlauf der Blues-Messen am 26.6.1981

29. Juni 1981
Information Nr. 324/81 über die am 26. Juni 1981 in der Erlöserkirche in Berlin-Lichtenberg durchgeführten »Bluesmessen«

Die »Bluesmessen«1 zum Thema »Hin- und hergerissen« fanden am 26.6.1981 in der Zeit von 17.00 Uhr bis 22.40 Uhr in vier kurz aufeinanderfolgenden Veranstaltungen von jeweils ca. 70 Minuten Dauer statt. Die ursprünglich nicht vorgesehene vierte Veranstaltung wurde von den Organisatoren durch einen zügigen Ablauf und einige Kürzungen im musikalischen Teil veranlasst.

Die Veranstaltungen wurden entsprechend dem vorgesehenen Ablaufplan und den von der Kirchenleitung – nach vorher veranlassten Veränderungen – bestätigten Texten durchgeführt (Ablaufplan und Texte siehe Anlage). Geringfügige Abweichungen bestanden lediglich darin, dass bei der Begrüßung auf das Zustandekommen des »Kompromisstermins 26. Juni« im Ergebnis zäher Verhandlungen mit verschiedenen Institutionen und darauf verwiesen wurde, die Kollekte sei auch für Inhaftierte und Personen in Krankenhäusern bestimmt. Abschließend wurde zum Besuch kirchlicher Veranstaltungen in Berlin, Potsdam-Herrmannswerder und Güstrow aufgerufen.

Nach bisher vorliegenden Informationen und nach Hinweisen zum Verhalten von Teilnehmern wurde von Jugendlichen die Qualität der Veranstaltungen bemängelt, wobei sich auch zeigte, dass ein großer Teil von ihnen intellektuell überfordert war. Sporadischen Beifall gab es lediglich bei einigen, den Teilnehmern bekannten Musikstücken und Textstellen, wie z. B. Wehrunterricht,2 Wohnungsprobleme im Prenzlauer Berg, Worte im Zusammenhang mit der Entwaffnung des Friedens. Den religiösen Texten folgte die Mehrzahl der Teilnehmer nur oberflächlich. Eine bestimmte Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch die zeitweise ungenügende Tonqualität.

Weiteren Hinweisen zufolge wurden aufgrund der inhaltlichen und gestalterischen Mängel die von einigen Organisatoren erstrebten Auswirkungen im politisch-negativen bzw. feindlichen Sinne bei der Mehrzahl der Teilnehmer nicht erreicht.

Die Gesamtteilnehmerzahl aller vier Veranstaltungen betrug ca. 2 300 Personen,3 überwiegend Jugendliche und Jungerwachsene, zu einem großen Teil aus den Bezirken der DDR (von Rostock bis Gera) angereist und teilweise durch dekadentes Äußeres aufgefallen.

Während der Veranstaltungen sowie beim An- und Abmarsch der Teilnehmer, auch auf den Zufahrtswegen nach Berlin, wurden keine rowdyhaften oder andere die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigenden Handlungen festgestellt. Ca. 30 eingesetzte kirchliche Ordnungskräfte haben darauf geachtet, dass die Kirche nicht überfüllt wurde; sie haben die Zugänge gesichert und betrunkene Jugendliche (Einzelfälle) aus der Kirche entfernt. (Außerdem hatte Stadtjugendpfarrer Passauer4 jeweils am Schluss der Veranstaltung aufgefordert, nach Hause zu gehen und die Plätze für die nächste Veranstaltung freizumachen.)

Ein von einem Dresdener Teilnehmer versuchtes demonstratives Vorzeigen eines Plakates (»Frieden schaffen ohne Waffen« und der Forderung an die Volkskammer, »Ersatzmöglichkeiten für den Wehrunterricht« zu schaffen und gegen eine »Aufwertung« der NVA gerichtet) vor dem Kircheneingang wurde durch Pfarrer Eppelmann5 unterbunden.

Als Teilnehmer bzw. »Beobachter« der sog. Bluesmesse wurden auch festgestellt: Generalsuperintendent Grünbaum,6 Propst Winter,7 Superintendentin Laudien8 (Berlin-Friedrichshain), Superintendent Amme (Berlin-Weißensee), Landesjugendpfarrer Domrös9 (Potsdam), Kreisjugendpfarrer Schilling10 (Rudolstadt), Pfarrer Langhammer11 (Erlöserkirche), Pfarrer Schneider (Berlin-Friedrichshain) und Prof. Dr. Fink12 (Direktor der theologischen Sektion der Humboldt-Universität Berlin).

Seitens staatlicher Stellen nahmen als Beobachter der ersten Veranstaltung Genosse Handel (politischer Mitarbeiter im Staatssekretariat für Kirchenfragen, Abt. Evangelische Kirche) und der zweiten Veranstaltung Genosse Weber (Mitarbeiter des Referats für Kirchenfragen beim Magistrat von Berlin) teil.

Nach ersten vorliegenden internen Hinweisen äußerten sich einige kirchenleitende Personen aus der Hauptstadt, dass die Konzeption der Kirchenleitung für die »Bluesmesse« eingehalten worden sei. Die Veranstaltungen seien »inhaltlich und im Ablauf den Grundsätzen eines Gottesdienstes gerecht« geworden. Vom Vorbereitungskreis wurde in einer ersten Auswertung die Ansicht vertreten, dass die Zielstellung erreicht worden sei und sich alle Erwartungen erfüllt hätten.

Anlage zur Information Nr. 324/81

Programmablauf, Mitwirkende und gestalterische Elemente der Bluesmessen am 26.6.1981

Das Programm wurde von insgesamt elf Personen auf der Bühne gestaltet, dazu gehören:13

  • Rainer Eppelmann

  • Bernd Schröder14

  • Ralph Syrowatka

  • Michael Frenzel

  • Bruno Kahlau

  • Martin-Michael Passauer

  • Karl-Otto Launicke

  • Bernd Fiebiger

  • Das Blues-Duo »Holly und Plant«15 sowie eine bisher nicht identifizierte weibliche Jugendliche.

  • 1.

    Begrüßung und Einstimmung

  • 2.

    Blues-Musik (Holly-Band)

  • 3.

    Klagepsalm I (Psalm 141)

  • 4.

    Szene »Leisegang«

  • 5.

    Blues (a) deutsch: 1. Teil (getextet von Bernd Fiebiger, Melodie und Gesang Holly16)1) Während der Szenen 4 und 5 wurde der Schröder in eine aus Pappkartons gefertigte Rüstung eingepackt als Symbol der »Gleichschaltung« der Jugendlichen.

    1) Freie Dichtung des Texters in Anlehnung an den Psalm 14117

  • 6.

    Szene »Jugendlich« (Bruno Kahlau sowie eine unbekannte weibliche und männliche Person)

  • 7.

    Blues deutsch 2. Teil (Melodie und Gesang Holly)1)

    1) Freie Dichtung des Texters in Anlehnung an den Psalm 141

  • 8.

    Szene »Zeitungsleser« (A: Karl-Otto Launicke; B: Michael Frenzel)

  • Die beiden Akteure verwenden eine »Berliner Zeitung« mit Fotos von Neubauten in der Hauptstadt.

  • 9.

    Klagepsalm II (Psalm 141)

  • 10.

    Blues-Musik (Holly-Band)

  • 11.

    Monolog der Abrüstung

  • Während des Textes wird der Schröder wieder von der Rüstung durch die anderen Mitwirkenden befreit.

  • 12.

    Blues-Musik (Holly-Band)

  • 13.

    Fürbitte und Kollektenabkündigung

  • 14.

    Segen und Verabschiedung

  • 15.

    Blues-Musik (Holly-Band)

[Begrüßung]

1. Sprecher

Hallo Freunde, herzlich willkommen nach so langer Pause. Wir freuen uns, dass Ihr diesen Gottesdienst mit uns im Namen Jesu Christi feiern wollt. Damit wir auch alle etwas davon haben, möchten wir Euch bitten in der Kirche nicht zu rauchen und zu trinken.

Thema unserer heutigen Blues-Messe:

»Wir sind hin- und hergerissen, Jesus Christus hilft uns zur Aufrichtigkeit.«

2. Sprecher

Dazu fällt mir was ein: Gestern habe ich was ganz tolles erlebt. Das muss ich Euch einfach erzählen. Stellt Euch vor: Als ich gestern durch den Tierpark in Berlin lief, da sehe ich doch einen Birnbaum, an dem Nüsse wachsen. – Und als ich an ein Freigehege kam – ich glaubte meinen Augen nicht – da sehe ich eine Maus, die die Mutter eines Elefanten ist.

Ja, Freunde, über solche Lügen lachen wir, die nehmen wir Keinem ab. – Doch mit anderen Lügen und Halbwahrheiten leben wir, wir halten sie für wahr, wir gebrauchen sie selbst. Ich denke da z. B. an solche Sätze: Dass ich mir viel leisten kann ist das Wichtigste im Leben. Oder: Ich mache den anderen ruhig etwas vor – damit ich nicht auffalle und zurechtkomme, das ist die Lösung.

1. Sprecher

Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach mehr Aufrichtigkeit und der Angst, dafür zu viel zu riskieren, zwischen dem Wunsch nach mehr entgegengebrachtem Vertrauen und der Bequemlichkeit, nichts dafür tun zu wollen. Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Verärgerung über die Lügen der anderen und der Tatsache, um persönlicher Vorteile willen selbst zu lügen. Hin- und hergerissen wie wir sind, wollen wir gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, aufrichtiger zu werden, damit unsere Umwelt ehrlicher wird.

Psalm 141 – Darum beten wir mit den Worten eines alten Beters aus der Bibel:

Herr, ich bitte dich: Komm schnell und hilf mir! Achte genau auf das, was ich sage. Meine Rede soll gerade sein wie der Rauch, der zum Himmel steigt. »Ja!« soll »Ja!« und »Nein!« »Nein!« heißen; und nicht »Eventuell – vielleicht – ja, aber – im Prinzip ja – grundsätzlich ja, aber – ich würde sagen …« Stelle, Herr, eine Wache vor meinen Mund und kontrolliere meine Lippen.

Szene »Leisegang«

Reporter (R): Guten Tag, Herr Leisegang, ist Ihr Kind. Glücklich?

Leisegang (L): Ja.

R: Sagen Sie mir doch bitte, warum und wieso.

L: Ja, gern! Mit zwölf Monaten kam er in die Krippe mit drei Jahren in den Kindergarten.

R: Und dabei ist Ihr Kind voll auf seine Kosten gekommen?

L: Na ja, ein bisschen wenig Zeit haben wir füreinander. Meine Frau ist natürlich auch voll berufstätig, dafür können wir es uns leisten, unserem Kind alle Wünsche zu erfüllen.

R: Kommt es darauf so sehr an?

L: Mit sechs zur Schule und Pioniere, Hort und Sport, AG und FDJ, Wehrerziehung, Eigentlich – naja, aber …

R: Ich weiß schon, Ihr Kind soll um jeden Preis vorwärts kommen.

L: Ja, nur nicht dumm auffallen.

R: Da geben Sie sich ja viel Mühe, Ihr Kind muss es einfach haben.

L: So einfach wieder nicht! Es hat ja mächtig viel zu tun. Wir haben einen genauen Plan in der Schule und zu Hause. Ordnung, Sauberkeit und Disziplin sind auch uns am wichtigsten.

R: Es soll ja zurechtkommen – Kennt es wirklich nur darauf in Leben an?

Blues deutsch 1. Teil

Ich möchte schreien, aber ich tu’s nicht. Ich nicke nur und läch’l dazu.

Ich möchte schreien, aber ich tu’s nicht. Ich nicke nur und läch’1 dazu.

Ich hab’s von klein auf an gelernt – war schwer, sehr schwer.

Sie kotzt mich an, die verdammte Heuchelei.

Sollt immer mitschwimmen, damit ich ein braver Junge sei.

Ich hab’ keine Orientierung, keinen -Maßstab mehr

ich belüge mich selbst, merk’s gar nicht mehr.

Ich fühl mich leer wie ne’ Zitrone, ausgequetscht und ohne Saft

und zum Aufrichtigsein fehlt mir die Kraft.

Szene »Jugendliche«

Drei Jugendliche treffen sich und unterhalten sich über Partnerschaft und Rauchen.

Blues deutsch 2. Teil

Man hat mich in’s Schubfach reingehauen, mich festgelegt, einfach angepasst.

Man hat mich in’s Schubfach reingehauen, mich festgelegt, einfach angepasst.

Kann nur noch knurren, stottern, flüstern, hab’ keine eignen Worte mehr.

Ich hab’ ’ne Brille auf, seh’ nur noch schwarz und weiß.

Ich hab’ ’ne Brille auf, seh’ nur noch schwarz und weiß.

Ich nehm’s in Kauf, lass mir die Taschen voll hau’n und halt sie selber auf.

Zwei Zeitungsleser

B: Ooch, kiek ma’ hier: »alles für das Wohl des Volkes«.

A: Dit is hübsch: Det muss ick meen Meedel zeijen. Bloß – det is leida nich alles, det is die eene Hälfte. Den Fotografen, der die Bilder hier von de Neubaublocks macht, den lade ick mir mal ein. In mein jemütlichet Prenzlauer Berj, 3. Hinterhof, 4. Stock, Klo für fünf Mann, Mülltonne direkt aus dem Fenster, Haustierchen frei Haus, ohne Steuern, ohne Marken … mann, mann!

B: Hoffentlich trinken die in de Neubauten ooch mal uff unser Wohl: Zum Wohl!

A: Verstehste det: Der Friede muß bewaffnet sein. Und denn die janzen Waffen!

B: Und da jibs doch immer noch welche, die sagen, Rüstung hat wat mit Kriech zu tun. (Wer keene Waffe brauch, is friedlich.)

A: Hör mal: leiste was, dann biste wat. Dit is jut. Heute hab ick wieda zwölf Stunden jeackert. Fünf uff Arbeit und sieben nach Feiaabend. Det schafft. Ick bin eben wat. Ick habe wat jeleistet, dit hilft mir und die Gesellschaft.

B: Bloß jut, det de nich’ krank bis oder schlapp jemacht hast. Sonst würdest de nämlich nischt leisten. Du, wat sin eijentlich die, die nischt mehr leisten und doch leben?

Psalm 141

Mein Gott, meine Augen richten sich auf dich, meine Lippen formen sich nach deinem Wort. Gieß mein Leben nicht aus im Geschwätz. Bewahre mich vor faulen Kompromissen, Schütze mich davor, unaufrichtig zu sein. Fallen werden, die sich in ihre eigenen Lügen verstricken. Ich werde dem entkommen, wenn ich ehrlich bleibe.

Monolog der Abrüstung

Mir ist ganz schön heiß. Das Ganze macht mich fertig. Ich bin kaum noch zu sehen. Bei diesen vielen Ungereimtheiten komme ich selber nicht mehr vor. Ich komme mir vor, wie einer, der sich verkrochen hat, der in die Tasche gesteckt wird. Eingezwängt, belastet, betrogen. Aber ich will raus. Ich will so nicht weitermachen.

Zwischenrufer – Seligpreisung: Jesus sagt uns: Die nicht schon auf alles eine Antwort wissen, die sind gut dran, denn ihnen tut sich die Welt Gottes auf. Die unter den Zuständen leiden, die sind gut dran, denn sie werden Mut und Hoffnung gewinnen.

Oder?

So schlecht ist doch meine Situation auch nicht. Aufgerüstet zu sein, macht stark. Mir kann keiner. Haben sie mich erstmal in die Tasche gesteckt, kann ich ihnen die Taschen vollhauen. Die Verantwortung übernehmen ja doch andere. Denn – das sieht doch jeder. Ich alleine kann nichts machen.

Zwischenrufer – Seligpreisungen: Die keine Ruhe geben und nach Gerechtigkeit schreien, die sind gut dran, denn sie werden zufrieden sein.

Die sich selbst und anderen nichts vormachen, die sind gut dran, denn sie werden Gott vor Augen haben.

Obwohl

So ganz ohne bin ich ja: auch nicht. Ohne Hilfe, ohne Schutz. Ich könnte mich ja auf das gute Wort von eben verlassen. Ich könnte mich ja selbst befreien. Ja, geht denn des? Das wäre doch ein ganz schönes Risiko. Mein Friede muss bewaffnet sein.

– Pause –

Der Friede wird entwaffnend sein. Das wäre das Risiko. Entwaffnen!

  • Durch Freundlichkeit – entwaffnen

  • Durch Offenheit – entwaffnen

  • Durch Ehrlichkeit – entwaffnen.

Das versuche ich mal. Dieses Risiko gehe ich ein.

Ich zeige wieder mein Gesicht. Ich kann anderen in die Augen sehen. Dabei sehe ich Menschen, die am Leben hängen. Die sagen, was sie denken. In ihren Augen möchte ich wohnen.

Ich beuge meine Arme und lege die Hände nicht mehr in den Schoß. Dabei begegne ich offenen Armen, Hände, die mir zugewandt sind. Ich nehme mir die Freiheit. Ich greife mir das Leben. Ich mache mich auf den Weg und trete nicht auf der Stelle. Meine Füße bringen mich voran. Ich kann gehen.

Nur – mit der Brust, meinem Herzen, das ist die empfindlichste Stelle. Da brauche ich Schutz. Da brauche ich Freunde, die sich vor mich oder hinter mich stellen. Einen Freund habe ich sicher. Jesus Christus, der sich zu mir hält. Von ihm kommt – original – das Wort:

»Die angefeindet werden wegen neuer Gerechtigkeit, die sind gut dran, denn ihnen tut sich die Welt Gottes auf.«

(Während der Abrüstende nach Kontakten mit den Augen, Händen und Füßen sucht, werden sie ihm gewährt.)

Fürbitte

Herr, ich möchte schreien, aber ich tue es nicht.

Ich möchte gern ohne die Lüge leben, aber ich habe Angst davor, mich schutzlos auszuliefern. Herr, ich bin »hin und hergerissen!«

Hilf mir aufrichtig zu sein, und mich selbst wahrzunehmen.

Herr lass mich begreifen, dass ich von Dir angenommen bin, denn nur dadurch wird mir klar, dass ich kein ängstlicher Hampelmann bin.

Herr, lehre mich reden, wo andere nur schweigen,

Herr, lehre mich fragen, wo andere nur fertige Antworten haben,

Herr, lehre mich handeln, wo andere nur kuschen,

Herr, lehre mich konsequent leben, gib mir den Mut »ja« zu sagen, wo ich »ja« meine, und »nein«, wo ich »nein« meine.

Herr zeige mir, wie ich anderen durch mein aufrichtiges Reden reifen kann, gib mir den Mut die Wahrheit zu suchen.

Herr, ich bin »hin und hergerissen«!

Lass mich Menschen finden, die mit mir diesen Weg gehen wollen. Herr bleibe Du bei mir.

Amen

Die nicht schon auf alles eine Antwort wissen, die sind gut dran, denn ihnen tut sich die Welt Gottes auf.

Die unter den Zuständen leiden, die sind gut dran, denn sie werden Mut und Hoffnung gewinnen.

Die keine Ruhe geben und nach Gerechtigkeit schreien, die sind gut dran, denn sie werden zufrieden sein.

Die sich selbst und anderen nichts vormachen, die sind gut dran, denn sie werden Gott vor Augen haben.

Die angefeindet werden wegen neuer Gerechtigkeit, die sind gut dran, denn ihnen tut sich die Welt Gottes auf.

Kollektenabkündigung

Wir möchten gerne in diesem Gottesdienst Geld sammeln. Es soll dazu benutzt werden, die vielen Unkosten, die wir für diesen Gottesdienst gehabt haben, bezahlen können. Der Rest kommt Menschen zugute, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Ihr könnt das Geld in die Körbe legen, die am Ausgang bereit gehalten werden.

Auf Wiedersehen: Dem Aufrichtigen hilft der Herr:

In diesem Sinne wünschen wir Euch einen guten Heimweg und viele gute Erfahrungen. Wir hoffen, uns beim nächsten Gottesdienst wiederzusehen. Wir bitten Euch, jetzt schnell die Kirche zu verlassen, damit Eure Plätze denen zur Verfügung stehen, die draußen geduldig gewartet haben. Danke – und macht’s gut – Tschüss

  1. Zum nächsten Dokument Verhinderung einer Ausschleusung von DDR-Bürgern durch US-Militärangehörige
    29. Juni 1981
    Information Nr. 325/81 über die Verhinderung einer durch US-Militärangehörige unter Missbrauch des Militärtransitverkehrs versuchten Ausschleusung von Bürgern der DDR
  2. Zum vorherigen Dokument Untersuchungen über bauliche Mängel in den Chemiebetrieben
    26. Juni 1981
    Information Nr. 314/81 über vorliegende Ergebnisse der Untersuchung bestehender Mängel im baulichen Zustand von Produktionsgebäuden und -anlagen in einigen ausgewählten Kombinaten bzw. Kombinatsbetrieben der Chemischen Industrie der DDR