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Kontakte von Grenzsoldaten zum BGS bei Gardelegen

27. November 1965
Einzelinformation Nr. 1061/65 über Kontaktaufnahmen von NVA-Angehörigen der Kompanie Döhren, Grenzregiment Gardelegen, zu Angehörigen des westzonalen Zollgrenzdienstes, BGS und Zivilpersonen

Durch die Tätigkeit des MfS wurde bekannt, dass mehrere Angehörige der Grenzkompanie Döhren während des Grenzdienstes Verbindung zu westdeutschen Zöllnern, BGS-Angehörigen und Zivilpersonen aufgenommen haben. Zu diesem Zweck verließen sie während des Grenzeinsatzes ihren Beobachtungsbunker an der Straße Döhren–Mackendorf und begaben sich an die Nordseite des Bahnhofsgebäudes Döhren (ca. 20 m von der Staatsgrenze entfernt), von wo aus sie Gespräche mit den westdeutschen Personen führten. Nach bisherigen Feststellungen wurde bei den Verbindungsaufnahmen westdeutsches Territorium nicht betreten. Die Kontaktaufnahmen erfolgten zumeist auf Initiative der NVA-Angehörigen. Zum Zweck der allseitigen und umfassenden Untersuchung des Umfangs, Inhalts, der Ursachen und begünstigenden Umstände der Kontaktaufnahmen wurden vom MfS in Verbindung mit der Militäranwaltschaft und der NVA/Grenze die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Über das Untersuchungsergebnis wird nachberichtet.

  1. Zum nächsten Dokument Festnahme einer US-Bürgerin
    1. Dezember 1965
    Einzelinformation Nr. 1068/65 über die Festnahme einer US-Bürgerin wegen Verdachts der Beihilfe bei der versuchten Fahnenflucht eines NVA-Angehörigen und der Republikflucht eines weiteren Bürgers der DDR
  2. Zum vorherigen Dokument Verhinderter Grenzdurchbruch nach Westberlin
    25. November 1965
    Einzelinformation Nr. 1056/65 über einen verhinderten Grenzdurchbruch mit tödlichem Ausgang für den Grenzverletzer an der Staatsgrenze zu Westberlin (Abschnitt Clara-Zetkin-Straße) am 25. November 1965