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Statistik erwartete Westbesucher – Ostberlin (Pfingsten 1988)

19. Mai 1988
Information Nr. 262/88 über die zu erwartenden Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in nichtsozialistischen Staaten und Westberlin im Zeitraum Pfingsten 1988 über die Grenzübergangsstellen der Hauptstadt der DDR, Berlin

Auf der Grundlage der Erfahrungswerte aus den Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in nichtsozialistischen Staaten und Westberlin über die Grenzübergangsstellen der Hauptstadt der DDR, Berlin, im Pfingstzeitraum der Vorjahre sowie unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungstendenz des Einreiseverkehrs im Jahre 1987 ist damit zu rechnen, dass in der Zeit vom 20. bis 23. Mai 1988 (Pfingstzeitraum) insgesamt ca. 56 000 bis 62 000 Personen (ca. 13 000 bis 14 000 Kfz) mit ständigem Wohnsitz in nichtsozialistischen Staaten und Westberlin über die Grenzübergangsstellen der Hauptstadt der DDR, Berlin, einreisen werden; davon

  • ca. 29 000 bis 31 000 Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin (ca. 7 500 Kfz); darunter ca. 21 000 Personen zu einem eintägigen Aufenthalt,

  • ca. 16 000 bis 18 000 Bürger der BRD (ca. 3 000 Kfz); darunter ca. 13 000 BRD-Bürger auf Visa zum Tagesaufenthalt,

  • ca. 11 000 bis 13 000 Bürger anderer nichtsozialistischer Staaten (ca. 3 000 Kfz); darunter ca. 4 000 Personen auf Visa zum Tagesaufenthalt.

Unter den zu erwartenden ca. 29 000 bis 31 000 Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin in die Hauptstadt der DDR, Berlin, werden sich ca. 3 000 bis 3 500 Westberliner befinden, die von der seitens der DDR eingeräumten großzügigen Möglichkeit der Einreise mit einem Aufenthalt bis 24.00 Uhr des auf die Einreise folgenden Tages Gebrauch machen werden.

(Die Aufschlüsselung der zu erwartenden Einreisen auf die einzelnen Tage ist aus der Anlage ersichtlich.)

Bei der Erarbeitung der Prognose über die zu erwartenden Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin wurde wie bisher berücksichtigt, dass auch die mit dem Ziel der Weiterreise in andere Bezirke der DDR erfolgenden Einreisen zunächst die Hauptstadt der DDR (Durchreise und möglicher Aufenthalt) belasten können.

An den Grenzübergangsstellen der Hauptstadt der DDR, Berlin, wurden entsprechende Maßnahmen getroffen, um die zu erwartenden Reiseströme in der Ein- und Wiederausreise zügig und reibungslos abzufertigen.

Anlage zur Information 262/88

Zu erwartende Einreisen von Personen (Kfz) mit ständigem Wohnsitz in nichtsozialistischen Staaten und Westberlin über die Grenzübergangsstellen der Hauptstadt der DDR, Berlin, im Zeitraum vom 20. bis 23. Mai 1988 (Pfingstzeitraum)

[Datum]

Personen mit ständigem Wohnsitz in Westberlin


davon für
1 Tag

Bürger der BRD


davon auf Visa zum Tagesaufenthalt

Bürger anderer nichtsozialistischer Staaten


davon auf Visa zum Tagesaufenthalt

Gesamteinreisen

Freitag,
20. Mai 1988

4 500
(1 000)

2 500

3 000
(500)

2 000

3 500
(1 000)

1 000

11 000
(2 500)

Sonnabend,
21. Mai 1988

12 500
(3 500)

7 000

4 500
(1 000)

3 500

4 000
(1 000)

1 000

21 000
(5 500)

Sonntag,
22. Mai 1988

9 000
(2 000)

8 000

5 500
(1 000)

4 000

2 000
(500)

1 000

16 500
(3 500)

Montag,
23. Mai 1988

4 000
(1 000)

3 500

4 000
(500)

3 500

2 500
(500)

1 000

10 500
(2 000)

20.–23. Mai 1988
gesamt

30 000
(7 500)

21 000

17 000
(3 000)

13 000

12 000
(3 000)

4 000

59 000
(13 500)

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